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STOXX 600 konnte Widerstand bei 272 Punkten überwinden


10.12.2010
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Der STOXX 600 (ISIN EU0009658202 / WKN 965820) konnte im dritten Anlauf den wichtigen Widerstand bei 272 Punkten überwinden, berichten die Analysten der Erste Bank.

Mit 276 Punkten notiere der Leitindex jetzt auf einem neuen Zwei-Jahreshoch. 2% habe der Index diese Woche zulegen können. Bis auf Einzelhändler und Automobilproduzenten hätten alle Sektoren zulegen können. Besonders gefragt seien Versicherungen sowie Öl- & Gasproduzenten mit Zugewinnen von knapp 4% gewesen.

Kupfer habe am Mittwoch mit USD 9.015/t ein neues Allzeithoch markiert. Auch das Barrel Brent habe mit USD 90,6 einen wichtigen Widerstand hinter sich lassen können. Gold habe um 0,3% auf USD 1.392 pro Unze zugelegt. Andere Rohstoffe wie Silber und Aluminium hätten seitwärts tendiert. Die Renditen von Staatsanleihen seien diese Woche abermals gestiegen. Der 10-jährige Bund stehe nun bei 2,9% (+0,13). Der Euro/Dollar-Kurs notiere unverändert bei USD 1,324.

Die Bank of England habe beschlossen, das Zinsniveau unverändert bei 0,50% zu lassen. Auch die Brasilianische Zentralbank habe den Leitzins wie erwartet bei 10,75% belassen. Damit bleibe der Leitzins zum dritten Mal in Folge unangetastet. Das liege wohl auch daran, dass Brasiliens BIP immer langsamer wachse. In Q3 habe sich das BIP gegenüber dem Vorquartal um nur 0,5% erhöht. In Q2 sei noch ein Wirtschaftswachstum von 1,8% ausgewiesen worden. Der IMF erwarte für Brasilien 2011 ein Wachstum von "nur" 4,1%. Die anderen BRIICs wie Russland (+4,3%), Indien (+8,4%), Indonesien (+6,2%), und China (+9,6%) sollten laut IMF teils bedeutend schneller wachsen.

Frankreich habe im Oktober das Handelsbilanzdefizit reduzieren können. Das Defizit sei auf EUR 3,4 Mrd. nach 4,4 Mrd. im September geschrumpft. Gute Nachrichten seien auch vom französischen Arbeitsmarkt gekommen. So sei die Beschäftigtenzahl in Q3 um 19.200 geklettert.


Auch die positiven Daten aus Deutschland würden nicht abreißen. Die deutsche Industrie habe im Oktober den höchsten Umsatzsprung seit 1997 verzeichnet. Verglichen mit dem Vormonat hätten die Erlöse um 4,1% zugelegt. Das Inlandsgeschäft habe um 4% angezogen, im Ausland habe es ein Plus von 4,2% gegeben. Besonders rund würden die Geschäfte bei den Autoherstellern (+9%) und der Industrie (+12%) laufen. Auch der Auftragseingang habe im Oktober zugelegt. Die Kennzahl sei um 1,6% gestiegen, nachdem im Vormonat hier ein Minus von 4% ausgewiesen worden sei. Der Anteil an Großaufträgen habe im Oktober dem langjährigen Durchschnitt entsprochen. Die Impulse seien bei einem Anstieg um 2,4% nun auch verstärkt aus dem Inland gekommen, aber auch die ausländische Nachfrage habe um 0,8% zugelegt.

Das Wirtschaftswachstum in der EU habe laut Einkaufsmanagerindices im November leicht zugelegt. Die Daten für die ersten beiden Monate des 4. Quartals würden aber auf das schwächste Quartal in diesem Jahr schließen lassen. Die Sektor-Daten der sieben Industriegruppen würden dabei signalisieren, dass sich der zyklische Konsum und Finanzunternehmen am schwächsten entwickeln würden. Insbesondere die Expansion im Lebensmittel- und Gebrauchsgüter Sektor, sowie bei Banken- und Finanzdienstleistern sei nur marginal. Viel besser laufe es für die Automobilindustrie und im Immobiliensektor.

Es zeige sich also, dass die Divergenzen in Europa auch zwischen den Wirtschaftssektoren zunehmen würden. Der Aktieninvestor sollte daher auch 2011 das Stock-Picking fortsetzen.

ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001 / WKN 750000) habe einen Großauftrag aus China an Land ziehen können. Man sei nun mit der Lieferung von 871 Aufzügen und Fahrtreppen für rund einhundert Bahnhöfe in China beauftrag. ArcelorMittal (ISIN LU0323134006 / WKN A0M6U2) habe bestätigt, dass er einen möglichen Spin-Off seiner Edelstahl-Sparte durchführen werde. Es solle ein Spin-Off über ein IPO erfolgen, das für das erste Quartal 2011 geplant sei. Rio Tinto (ISIN GB0007188757 / WKN 852147) habe bekannt gegeben, dass man derzeit mit dem australischen Kohleproduzenten Riversdale Mining (ISIN AU000000RIV6 / WKN A0B77U) hinsichtlich einer möglichen Übernahme verhandle.

HOCHTIEF (ISIN DE0006070006 / WKN 607000) sei diese Woche weiter im Blickpunkt gewesen. Gerüchten zufolge wolle sich der neue Großaktionär Qatar Holding offenbar nicht mit dem Anteil von 9,1% zufrieden geben und plane den Zukauf weiterer Aktien über die Börse.

Bayer (ISIN DE000BAY0017 / WKN BAY001) werde seine Kapazitäten zur Produktion hochwertiger Materialien in China bis zum Jahr 2016 erheblich ausbauen und plane in diesem Zusammenhang Investitionen in Höhe von bis zu EUR 1 Mrd. am Standort Shanghai. Außerdem sei vorgesehen, die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten dort deutlich zu stärken. Zudem werde die Hauptverwaltung des Geschäftsbereichs Polycarbonates vom Stammsitz in Leverkusen nach Shanghai umziehen. Auch LANXESS (ISIN DE0005470405 / WKN 547040) baue seine Produktionskapazitäten in Asien aus. Auf der Agenda stehe etwa eine neue Anlage zur Kautschukproduktion. Der Spezialchemiekonzern habe zudem den Bau einer Anlage für Lederchemikalien in der chinesischen Provinz Jiangsu angekündigt.

Sanofi-Aventis (ISIN FR0000120578 / WKN 920657) werde die Frist zur Annahme seines Übernahmeangebots für den US-Biotechnologiekonzern Genzyme (ISIN US3729171047 / WKN 871137) verlängern - jedoch ohne den gebotenen Kaufpreis zu erhöhen. Roche (ISIN CH0012032113 / WKN 851311) habe positive Daten zu seinem Krebsmedikament MabThera vorgelegt. AstraZeneca (ISIN GB0009895292 / WKN 886455) habe von der EU-Kommission die Zulassung für seinen Blutverdünner Brilique erhalten. ASML (ISIN NL0006034001 / WKN A0M190) habe seine Prognose für den Auftragseingang im vierten Quartal deutlich nach oben korrigieren können. (10.12.2010/ac/a/m)




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