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STOXX 600 konnte zulegen


03.12.2010
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Mit Monatsanfang hat die Stimmung an den Aktienmärkten (wieder einmal) gedreht, so die Analysten der Erste Bank im Kommentar zum europäischen Aktienmarkt.

Die weiterhin positiven Daten zum Zustand der globalen Wirtschaft hätten das Vertrauen der Investoren in die Fortsetzung des Wachstums gestärkt. In Europa sei es insbesondere wichtig gewesen, dass die EZB ihren Ausstieg aus der extrem lockeren Geldpolitik auf April verschoben habe. Die EZB sei wieder am Bondmarkt aktiv gewesen und habe irische und portugiesische Staatsanleihen gekauft.

Der breite STOXX 600 (ISIN EU0009658202 / WKN 965820) habe diese Woche um 1,6% auf jetzt 272 Punkte zulegen können. Die schon länger starken zyklischen Sektoren wie Industrie, Rohstoffproduzenten und Automobilhersteller hätten die Performancelisten mit durchschnittlich +4% angeführt. Bankenaktien würden von der lockeren Geldpolitik profitieren und hätten 2% zugelegt. Bedenke man aber, wie unterdurchschnittlich dieser Sektor in den letzten Wochen performt habe, so sei der Rebound schwach. Viele Investoren würden wohl sehen, dass sich die EZB mit den Interventionen lediglich Zeit gekauft habe.

Europaweit hätten bis auf die Versorger (-1%) alle 19 Sektoren zulegen können und der Rebound stehe somit auf breiten Beinen. Die Frühindikatoren wie Kupfer und Aluminium seien zudem diese Woche recht stark gestiegen. Kupfer notiere nun knapp unter seinem Allzeithoch bei USD 8.775/t (+5%). Aluminium habe um 3% zugelegt. Das Barrel Brent sei um 4% auf USD 89 gestiegen. Gold (USD 1.390; +1%) habe diese Woche in Euro ein neues Allzeithoch bei EUR 1.065 markiert. Silber sei um 4% auf USD 28,5 gestiegen.

Der Einkaufsmanagerindex in China habe sich im November weiter verbessert. Das Stimmungsbarometer für das Verarbeitende Gewerbe habe einen Anstieg auf 55,2 Punkte (+0,5) verzeichnet. Positive Daten seien auch aus Indien gekommen: Das indische BIP sei auch im letzten Quartal wieder deutlich gewachsen. Für das Quartal von Juli bis September stehe jetzt ein Anstieg um 8,9% in der Historie. Damit habe sich das Wachstum beschleunigt. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum sei ein BIP-Anstieg von 8,7% ausgewiesen worden. Nicht gut sehe es weiterhin in Japan aus. Die Industrieproduktion habe sich im Oktober um 1,8% verringert. Das sei allerdings besser als erwartet gewesen, denn der Konsensus habe schon mit einem Rückgang um 3,3% gerechnet.


Die Stimmung in der Euroraum-Wirtschaft habe sich im November deutlich aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex sei von 53,8 auf 55,5 Zähler gestiegen. Sowohl im Dienstleistungssektor als auch in der Industrie habe sich die Stimmung aufgehellt. Bei den Dienstleistern sei der Indikator von 53,3 auf 55,4 Punkte gestiegen. In der Industrie habe die Kennzahl von 54,6 auf 55,3 Punkte zugelegt. In Deutschland habe sich die Stimmung in beiden Bereichen stark verbessert. In Frankreich sei der Indikator bei den Dienstleistern nur leicht, in der Industrie jedoch deutlich gestiegen. In Italien habe sich die Stimmung der Dienstleister kräftig aufgehellt, während sie sich in der Industrie eingetrübt habe.

Die positiven Daten des Einkaufsmanagerindex würden sich mit dem Geschäftsklimaindex der EU-Kommission decken. Der entsprechende Index sei auf +0,96 Punkte, nach +0,91 im Vormonat und -1,13 Punkten im November 2009 gestiegen. Auch für den Einzelhandel laufe es wieder besser. Das Absatzvolumen im europäischen Einzelhandel sei im Oktober 2010 gestiegen. Im Vormonatsvergleich sei der Absatz in der Eurozone um 0,5% und in der EU27 um 0,4% gestiegen. Im September sei der Einzelhandelsindex in den beiden Gebieten um jeweils 0,1% gesunken. Binnen Jahresfrist sei der Einzelhandelsumsatz in der Eurozone um 1,8%, nach einem Plus von 1,5% im Vormonat gestiegen.

Die Erwerbstätigkeit in Deutschland habe sich im Oktober um 1,0% zum Vorjahresmonat erhöht. Im September seien es noch +0,9% gewesen. Die Arbeitslosenquote sei gegenüber dem Vormonat unverändert bei 7,0% geblieben. Ferner habe sich die Kredithürde für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands im November 2010 zum elften Mal in Folge verringert. Laut ifo-Institut würden aktuell 27,0% der befragten Unternehmen die Kreditvergabe durch die Banken als restriktiv einschätzen, nach 27,6% im Vormonat.

ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001 / WKN 750000) habe Umsatz und Ergebnis im letzten Geschäftsjahr verbessern können und dabei von einer spürbaren Erholung der Nachfrage sowie von erfolgreich durchgeführten operativen und strukturellen Maßnahmen profitiert. Für dieses Geschäftsjahr werde ferner eine weitere Steigerung von Umsatz und Ergebnis in Aussicht gestellt. Der Konzernumsatz habe sich um 5% erhöht und der bereinigte Vorsteuergewinn habe bei EUR 1,03 Mrd. gelegen, nach EUR -1,08 Mrd. im Vorjahr.

Daimler (ISIN DE0007100000 / WKN 710000) habe in Q3 im Nutzfahrzeuggeschäft ein deutliches Absatzplus berichtet und blicke in diesem Segment weiter optimistisch in die Zukunft. BASF (ISIN DE000BASF111 / WKN BASF11) habe bekannt gegeben, dass man mit der britische INEOS Industries Holdings ein globales Joint Venture eingehen werde. Zudem habe der Chemiekonzern weitere Preiserhöhungen angekündigt.

In Frankreich seien die Aktien von Carrefour (ISIN FR0000120172 / WKN 852362) diese Woche um 10% eingebrochen. Man habe angesichts höher als erwarteter Einmalbelastungen die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr nach unten korrigiert. So erwarte man im Zuge der abgeschlossenen Prüfungen der Geschäftsaktivitäten in Brasilien Einmalbelastungen in Höhe von EUR 550 Mio., nachdem man zuvor lediglich von negativen Einmaleffekten in Höhe von rund EUR 180 Mio. ausgegangen sei. Angesichts des weiterhin herausfordernden Marktumfelds in Europa und der schwächer als erwarteten operativen Entwicklung der Geschäftsaktivitäten in Brasilien erwarte Carrefour für das Gesamtjahr nunmehr einen operativen Gewinn von EUR 3 Mrd., das seien EUR 130 Mio. weniger als noch zuvor angekündigt.

Novartis (ISIN CH0012005267 / WKN 904278) habe gemeldet, dass man 2011 rund 1.400 Arbeitsplätze in den USA abbauen werde. Die Stellenstreichungen würden in der Sparte General Medicines erfolgen, die insgesamt knapp 6.500 Mitarbeiter beschäftige. Ericsson (ISIN SE0000108656 / WKN 850001) begebe sich auf Shoppingtour. So werde der Konzern bestimmte Assets der chinesischen Guangdong Nortel Telecommunication Equipment Co. für USD 50 Mio. in bar übernehmen. Sage Group (ISIN GB0008021650 / WKN 883669) habe die Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr präsentiert. Der Umsatz habe mit GBP 1,44 Mrd. in etwa auf Vorjahresniveau gelegen. Der Gewinn je Aktie habe auf GBp 17,23 (Vorjahreswert: GBp 14,42) verbessert werden können. (03.12.2010/ac/a/m)




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