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EURO STOXX 600 verbuchte Zugewinn 05.11.2010
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Der EURO STOXX 600 (ISIN EU0009658202 / WKN 965820) konnte diese Woche im Einklang mit den Emerging Markets und den USA einen Zugewinn verbuchen, so die Analysten der Erste Bank.
Nach einem Wochenplus von 1,85% notiere der Index somit nur noch knapp unterhalb seines Jahreshochs bei 272 Punkten. 15 der 19 Sektoren hätten zulegen können. Insbesondere der Rohstoffsektor (+5%) habe, wie schon im März 2009, überdurchschnittlich von der Reflationierung der Märkte durch die US-FED profitiert. Öl & Gasproduzenten sowie Automobilhersteller seien über 4% gestiegen. Leicht im Minus hätten hingegen der Pharma-, Immobilien, Einzelhandel- und Technologiesektor geschlossen. Telekoms und Banken hätten sich mit einem Plus von nur knapp 1% unterdurchschnittlich entwickelt.
Die Preise an den Rohstoffmärkten seien diese Woche abermals gestiegen. Kupfer (+3%), Aluminium (+5%) und Nickel (+6%) hätten teils kräftig zugelegt. Der oft zitierte Frühindikator Kupfer notiere somit nur noch knapp unterhalb seines All-Time Highs. Ein Test in der kommenden Woche scheine bei der derzeitigen Marktkonstellation wahrscheinlich. Das Barrel Brent sei um 5% auf USD 87 gestiegen. Hier sei noch Luft nach oben zu den Jahreshighs bei USD 93. Silber notiere auf einem neuen All-Time High von USD 25/Unze (+7%). Gold habe um 3% auf USD 1.383 zugelegt (EUR 977). Die Rendite der 10J Bunds sei um 15 Basispunkte auf 2,41% gefallen.
Der IWF halte den einsetzenden Schuldenabbau in den großen Industrieländern nach den kreditfinanzierten Krisenprogrammen für angemessen. In seinem neuen "Finanzpolitischen Monitor" vom Donnerstag habe der IWF aber vor dem hohen Risiko gewarnt, dass die Investoren das Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der eingeleiteten Sparmaßnahmen verlieren könnten.
Die Geschwindigkeit beim Anziehen der finanzpolitischen Zügel werde im nächsten Jahr zunehmen. Während zuletzt die Verschuldung in den großen Industrieländern noch gestiegen sei, hätten sich inzwischen die Defizite in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern wegen der anziehenden Wirtschaftsentwicklung verringert. In den Industrieländern werde der Verschuldungsgrad in diesem Jahr noch weiter steigen, habe der IWF vorausgesagt. Die Schuldenquote dürfte Ende 2011 rund 29% - gemessen am Bruttoinlandsprodukt - höher liegen als zu Beginn der Finanzkrise.
Gute Geschäfte mit Generika in den USA würden bei Fresenius (ISIN DE0005785638 / WKN 578563) die Kassen klingeln lassen. In den ersten neun Monaten sei das EBIT um 19% auf EUR 1,8 Mrd. gestiegen. Der Konzernumsatz sei um 13% auf EUR 11,8 Mrd. geklettert. Für das Gesamtjahr habe Fresenius seine Prognose angehoben. Demnach solle der Gewinn währungsbereinigt um rund 20% steigen und der Umsatz um 8-9%. Bisher habe das Management einen Anstieg des Überschusses um 10-15% und des Umsatzes um 7-9% in Aussicht gestellt.
Dank eines freundlicheren Konjunkturumfeldes sei der Überschuss bei der Société Générale (ISIN FR0000130809 / WKN 873403) in Q3 auf EUR 896 Mio. gestiegen. Der Konsens habe im Schnitt mit einem Gewinn von EUR 793 Mio. gerechnet. Ähnlich gut laufe es für die BNP Paribas (ISIN FR0000131104 / WKN 887771). Nach einem unerwarteten Gewinnsprung im dritten Quartal sehe man dem restlichen Jahresverlauf optimistisch entgegen. Von Juli bis September habe die Bank 1,9 Mrd. Euro verdient - 46% mehr als im Vorjahresquartal und damit deutlich mehr als erwartet. (05.11.2010/ac/a/m)
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