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Wiener Börse im starken Aufwärtstrend


06.08.2010
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Die Situation an der Wiener Börse ähnelt weiter frappant der Entwicklung im letzten Jahr, so die Analysten der Erste Bank.

Ab der zweiten Juli-Woche habe auch damals ein starker Aufwärtstrend eingesetzt, der den ATX (ISIN AT0000999982 / WKN 969191) bis Anfang Oktober hinein von ca. 2.000 auf 2.800 Punkte gehievt habe. Dieses Jahr habe die Aufwärtsbewegung exakt zur selben Zeit eingesetzt und den ATX bis dato von ca. 2.200 auf knapp 2.550 Punkte gebracht. Das Ende der Fahnenstange sollte damit aber noch nicht erreicht sein.

Sowohl die mittelfristige Charttechnik, als auch die Bewertung des Marktes würden die These unterstützen, dass der ATX durchaus in den nächsten Wochen noch weiter in Richtung 2.800 Punkte steigen könnte. Dort warte dann aber ein hartnäckiger Widerstand, der wohl in einer Phase von bevorstehenden Kapitalerhöhungen im Herbst nicht so einfach zu überwinden sein werde.


Wer solle aber den ATX antreiben? Die Analysten würden denken, dass vor allem Werte wie die OMV (ISIN AT0000743059 / WKN 874341), RHI (ISIN AT0000676903 / WKN 874182), Vienna Insurance Group (ISIN AT0000908504 / WKN A0ET17), voestalpine (ISIN AT0000937503 / WKN 897200) oder Semperit (ISIN AT0000785555 / WKN 870378) noch eindeutig Luft nach oben hätten.

In der letzten Woche habe Flughafen Wien (ISIN AT0000911805 / WKN 884216) (+8,5%) sehr stark performt, wobei Investoren hier auf eine Erhöhung der Passierwachstumsprognose seitens des Unternehmens warten würden, die wohl mit dem HJ-Ergebnis kommen werde. Des Weiteren habe Vienna Insurance Group VIG (ISIN AT0000908504 / WKN A0ET17) (+6,0%) deutlich im Plus gelegen, die von einer positiven Sektorentwicklung und von der günstigen Bewertung per se habe profitieren können.

Ein weiterer Wochengewinner sei auch Intercell (ISIN AT0000612601 / WKN A0D8HW) gewesen (+5,9%), wo nun endlich ein markanter Rebound im Abwärtstrend gelungen sei. Auf der Verliererseite hätten diesmal eine Erste Group (ISIN AT0000652011 / WKN 909943) (-4,4%, nach zahlreichen Wochen der Outperformance), bwin (ISIN AT0000767553 / WKN 936172) (-2,7%, nach Gewinnmitnahmen) und Semperit (-2,7%, aus den Analysten unerfindlichen Gründen) gestanden.

In der nächsten Woche würden in Wien - neben einigen kleineren Werten - Andritz (ISIN AT0000730007 / WKN 632305), Semperit, A-TEC (ISIN AT00000ATEC9 / WKN A0LFDH), Österreichische Post (ISIN AT0000APOST4 / WKN A0JML5) und Palfinger (ISIN AT0000758305 / WKN 919964) ihre Halbjahreszahlen berichten. Damit komme die Berichtssaison in Wien langsam in ihre Hochphase und die Analysten würden sehen, ob sich die Spreu vom Weizen trenne.

Derzeit würden die Analysten vor allem bei OMV, Semperit und RHI weiteres Kurspotenzial sehen. Auch die Charts von AT&S (ISIN AT0000969985 / WKN 922230), conwert (ISIN AT0000697750 / WKN 801475) und Kapsch TrafficCom (ISIN AT000KAPSCH9 / WKN A0MUZU) dürften weiter nach oben tendieren. Bei Intercell müsse sich in den nächsten Wochen zeigen, ob der starke Rebound es auch schaffe, den mittelfristigen Abwärtstrend zu durchbrechen. (06.08.2010/ac/a/m)




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