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ATX setzte zu starkem Rebound an


09.07.2010
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Trotz schlechtem Chartbild in der letzten Woche setzte der ATX zu einem starken Rebound an, berichten die Analysten der Erste Bank.

Im letzten Jahr sei der Startschuss für die Sommerrally am 13. Juli gefallen, wo der ATX innerhalb von sechs Wochen um fast 30% habe zulegen können. Heuer sei es zu einem starken Anstieg ab dem 6. Juli gekommen - also fast identisch mit der Situation im letzten Jahr zu dieser Zeit. Seit August letzten Jahres befinde sich der ATX aber in einem leicht abwärts gerichteten Sägezahnmarkt. Aufgrund des aktuellen Umfelds sei aber eine Aufwärtsbewegung wie im letzten Jahr eher unrealistisch, wenngleich der ATX aufgrund der fundamental günstigen Bewertung schon noch weiteres Aufholpotenzial hätte.


ATX-Wochensieger seien diesmal die Bankenwerte (Erste: +9,2%, RI: +7,4%) gefolgt vom Industriewert RHI (6,4%) gewesen, bei letzterem habe es Zeitungsberichte über die Expansion in Brasilien gegeben, die offenbar zu diesem Kursplus beigetragen hätten. Außerhalb des ATX habe die Immofinanz mit +13,0% glänzen können, wo nun endlich eine Gegenbewegung auf den Kursabsturz begonnen habe. Auf der Verliererseite habe sich diesmal STRABAG (-3,8%) gefunden, die wohl von negativen Meldung über gestrichene Bauprojekte in Spanien (zwecks Budgetsanierung) beeinträchtigt worden sei. Daneben hätten noch Zumtobel (-2,9%) und Telekom Austria (-0,2%) leicht nachgegeben.

In der nächsten Woche beginne in den USA langsam die Q2-Berichtssaison. Man dürfe also gespannt sein, wie sich die im 2. Quartal sicher im Schnitt sehr guten Unternehmenszahlen mit einer allgemein vorsichtigen Markthaltung vertragen würden. In Österreich berichte einzig Agrana das Q1-Ergebnis, wo die Analysten zuletzt ja auch eine optimistische Analyse veröffentlicht hätten. Die Marktsituation sei trotz des Kursanstiegs unverändert: Die ATX-Bewertung sei günstig und spiegele keinerlei erwarteten weiteren Gewinnanstieg im Jahr 2011 wider.

Zahlreiche der Werte aus der Favoritenliste der Analysten der Erste Bank (z. B. VIG, RHI, OMV, voestalpine, BWT, conwert, Immofinanz, Semperit, CAToil, Sparkassen Immo, etc.) bieten auch aktuell weiter langfristig attraktive Einstiegsniveaus. Zusätzlich hätten die Analysten diese Woche auch den in der Schweiz notierten Wert austriamicrosystems in ihre Coverage aufgenommen - ebenso mit einer Kaufempfehlung. Merkbar kursdämpfend würden weiter die angekündigten Kapitalmaßnahmen für das 2. Halbjahr wirken. (09.07.2010/ac/a/m)




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