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ATX äußerst schwach 02.07.2010
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Bestes Sommerwetter, allerdings nur im Freien und nicht an der Börse - mit -6,2% hat der ATX eine äußert schwache Woche hinter sich, so die Analysten der Erste Bank.
Das einzig positive daran sei, dass zumindest die bisherigen Jahrestiefststände gehalten hätten. Der Grund für den weiteren Ausverkauf habe in der Angst der Anleger vor einer bevorstehenden deutlichen Abschwächung der Weltwirtschaft gelegen, ausgelöst von den zahlreichen internationalen Sparpaketen. Des Weiteren habe es charttechnische Verkaufssignale gegeben, die den Abwärtstrend temporär beschleunigt hätten.
Wochengewinner habe es im ATX diesmal keinen gegeben - am wenigsten verloren hätten Flughafen Wien, Österreichische Post (jeweils -0,1%) und Mayr-Melnhof (-1,7%) - also eher defensive Werte. Auf der Verliererseite habe es diesmal zweistellige Minuswerte gegeben: Intercell habe 15,7% verloren, gerüchteweise ausgelöst durch größere Aktienverkäufe eines institutionellen Investors. Wienerberger habe 12,5% verloren, nachdem der Vorstand den Ausblick für die Marktsituation in einem Interview etwas abgeschwächt habe. Raiffeisen International habe 11,7% verloren, wobei hier einzig die mäßige Performance des Bankensektors in der letzten Woche genannt werden könne.
Ein weiterer belastender Faktor für den Markt sei auch die steigende Zahl an sich abzeichnenden Kapitalerhöhungen. Neben EVN habe in dieser Woche auch Verbund überraschend die Intention für eine größere Kapitalmaßnahme bekannt gegeben. Diese würden zwar langfristig die Attraktivität des Wiener Marktes und die Liquidität der betroffenen Titel erhöhen, würden aber kurzfristig zu einer gebremsten Performance aufgrund des Liquiditätsabzugs führen. Am besten sehe man das auch derzeit bei der laufenden Platzierung der Immofinanz-Anteile, die den Kurs seit einziger Zeit doch merklich belaste. Zusätzlich würden Investoren mit einem Einstieg bei solchen Werten dann auch noch bis zum effektiven Abschluss der Kapitalmaßnahme warten.
Vom Ausblick her sehen die Analysten der Erste Bank derzeit wenig Änderung der Situation. Der Newsflow werde von internationalen Sparbemühungen geprägt sein. Die Hoffnung bestehe, dass die beginnende Berichtssaison in den nächsten Wochen zumindest den erwarteten Anstieg der Unternehmensgewinne in diesem Jahr unterstreichen werde. Rein fundamental sei die Wiener Börse sehr attraktiv bewertet und damit zum Value Markt geworden. Die Favoriten der Analysten seien derzeit Vienna Insurance Group, OMV, RHI, BWT, conwert, C.A.T. oil, Kapsch, Semperit, voestalpine, etc. (02.07.2010/ac/a/m)
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