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ATX schließt leicht negativ


25.06.2010
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Nach einem viel versprechenden Wochenbeginn folgte Schonkost, und so verlor der ATX auf Wochensicht 1%, so die Analysten der Erste Bank.

Gesucht gewesen sei in dieser Woche neben konservativen Werten wie der Österreichischen Post (+4,5%), Flughafen Wien (+3,3%) und Telekom Austria (+2,5%) auch Semperit, die 3,5% habe zulegen können. Dass der ATX trotz einer Mehrzahl an Unternehmen mit positiver Performance Kursverluste habe hinnehmen müssen, habe vor allem an den Schwergewichten Erste Group und OMV gelegen, die 3,7% bzw. 3,5% nachgegeben hätten. Unter den Verlierern habe sich nach den Zugewinnen der letzten Woche dieses Mal die EVN befunden, die nach der Ankündigung einer Kapitalerhöhung 3,3% verloren habe. Neben den neuen Aktien werde auch der Anteil des zweitgrößten Aktionärs, der deutschen EnBW (rund 36%) auf den Markt kommen. Die Suche nach Investoren habe laut Zeitungsbericht bereits begonnen. Man dürfe gespannt sein.

Unternehmensneuigkeiten seien in dieser Woche Mangelware gewesen. Für Schlagzeilen habe die CA Immo mit dem Kauf von Europolis gesorgt, der Immobilientochter der Volksbank. Die Analysten stünden dem Deal prinzipiell positiv gegenüber. Der Möbelhersteller Bene habe Zahlen für das erste Quartal präsentiert, die neben einem Umsatzrückgang von 22% auch eine Ausweitung der Verluste mit sich gebracht hätten. Das operative Ergebnis habe sich auf EUR -3,1 Mio. verschlechtert. Dividende sei in dieser Woche auch gezahlt worden, und zwar von der STRABAG (EUR 0,5 pro Aktie).

In der nächsten Woche erwarte man Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr von Zumtobel, die nach den vorgenommenen Firmenwertabschreibungen wohl eher dürftig ausfallen würden. Ansonsten werde sich auch in den kommenden Tagen nicht viel tun. Von der Bewertung sei alles beim Alten. Das aktuelle Forward KGV betrage 10x, liege damit weiterhin deutlich unter dem historischen Schnitt von 12,7x. Wie bereits in der letzten Woche an dieser Stelle erwähnt, besitze der ATX auch im Vergleich zu anderen europäischen Indices ein gewisses Aufholpotenzial, was zur fundamental günstigen Bewertung noch dazukomme. Aber aktuell gebe es ohnehin wichtigere Dinge, und so gelte die volle Konzentration weiterhin der Fußball-WM. (25.06.2010/ac/a/m)


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