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Wiener Börse leichte Erholung nach Jahrestiefstand 11.06.2010
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Der ATX fiel in dieser Woche kurzfristig unter die 2.200er Punkte-Marke, konnte jedoch einen Großteil seiner Verluste im weiteren Verlauf wieder wettmachen, berichten die Analysten der Erste Bank.
Vor allem die Finanztitel hätten den österreichischen Leitindex unter Druck gebracht, was vor allem auf die Aussagen ungarischer Politiker zurückzuführen gewesen sei, die das Erreichen ihres Budgetzieles angezweifelt hätten. Verlierer der Woche seien jedoch die zyklischen Werte Wienerberger (-7%), STRABAG (-5,6%) und RHI (-5,4%) gewesen, was darauf schließen lasse, dass der Markt von einer erneuten Eintrübung der Konjunktur ausgehe. Die Kartellstrafe einer STRABAG-Tochter in Höhe von EUR 12 Mio., die von der ungarischen Wettbewerbsbehörde ausgesprochen worden sei, dürfte da wohl nicht ins Gewicht fallen.
Auf der Gewinnerseite hätten dieses Mal voestalpine (+4,2%), die sich nach den starken Kursrückgängen der letzten Wochen leicht erholt zeige, sowie Andritz, die einen Auftragseingang von EUR 40 Mio. habe vermelden können, gestanden. Nach einem geringen Anstieg des Ölpreises hätten auch die Ölwerte OMV (+2,4%) und SBO (+3,1%) etwas fester notiert. Ansonsten seien Unternehmensmeldungen eher Mangelware gewesen. Erwähnenswert hier sei die Aussage des Zumtobel-Chefs Sommerer, der für das Unternehmen das Schlimmste der Krise überstanden sehe.
Fundamental würden die Analysten den ATX weiterhin als eindeutig unterbewertet ansehen. Das KGV für 2011 würden sie aktuell mit 8,3% berechnen, die Gefahr deutlicher negativer Gewinnrevisionen, die ein niedriges KGV rechtfertigen würden, würden sie derzeit nicht sehen. Dass die Märkte allerdings sehr sensibel auf negative Meldungen reagieren würden, sei nach den Ereignissen der letzten beiden Jahre nicht weiter verwunderlich. Eine kurzfristige Gegenbewegung des ATX sei nicht unwahrscheinlich, der seit Mitte April bestehende negative Trend sei jedoch noch intakt.
Internationale Indices sehen zum Teil besser aus und das lässt uns für die nächste Woche hoffen, so die Analysten der Erste Bank. Aber heute fange ohnehin die Fußball-WM an. In diesem Sinne würden sie einige spannende Spiele wünschen, die die eine oder andere aktuelle Aktienenttäuschung vergessen lassen würden. (11.06.2010/ac/a/m)
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