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Österreichische Börse schlechte Charttechnik


07.05.2010
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Die Lage am Wiener Aktienmarkt ist schnell auf den Punkt gebracht, so die Analysten der Erste Bank.

Die charttechnische Lage sehe nach dem 9,6%-Kursrückgang diese Woche ganz klar schlecht, wenngleich sicher auch überverkauft aus. Es könnten weitere Kursrückschläge leider nicht ausgeschlossen werden. Die Fundamentaldaten hingegen würden weiter ein durchaus nicht unattraktives Bild zeichnen. Die Euro-Schwäche sei letztlich für kaum ein Unternehmen am Wiener Markt negativ, im Gegenteil. Mit OMV, SBO, Kapsch TrafficCom, AT&S gebe es zahlreiche direkte Profiteuere. Aber auch international ausgerichtete Unternehmen würden von höheren auf Euro umgerechneten Umsätzen (zum Beispiel RHI) beziehungsweise weniger Konkurrenz aus dem USD-Raum (voestalpine) profitieren.


Kurzfristig seien Anleger jedoch mit einer Situation konfrontiert, wo die Märkte "year-to-date" ins Minus gedreht hätten, die Charttechnik für einige (nicht alle) Indices schlecht aussehe und institutionelle Anleger versuchen würden, die "year-to-date"-Gewinne einzulocken. Die Proteste in Griechenland in Verbindung mit den Einsparungsmaßnahmen, die auch in anderen Ländern noch kämen, würden kaum gute Stimmung unter Anlegern aufkommen lassen.

Da das Ganze gerade auch noch Anfang Mai passiere, sei die Reaktion der Anleger damit recht heftig gewesen. Die Bewertung des ATX mit einem Forward KGV von circa 11 und einem Kurs-Buchwert-Multiple von 1,1 an sich sei für eine Phase mit äußerst niedrigen Zinsen billig, daran gebe es nichts zu rütteln. Aufgrund der zuletzt gemeldeten guten Unternehmensergebnisse habe es zuletzt auch einen Überhang an positiven Revisionen der Gewinnschätzungen gegeben.

Was solle man also nun tun? Die Analysten würden denken, dass Verkäufe auf den aktuellen Niveaus nicht sinnvoll seien. Falls Anleger in Aktien unterinvestiert seien, würden sich fundamental gute Werte mit ansprechender Wachstumsperspektive (zum Beispiel VIG, Semperit, BWT, CAToil, conwert Immobilien, OMV, Kapsch TrafficCom, RHI oder voestalpine) eher für Zukäufe anbieten. Als Alternative würden sich weiterhin die Research-Alpha Zertifikate der Erste Bank anbieten, die in dieser Phase ihre marktneutrale Entwicklung wahrlich unter Beweis stellen würden. (07.05.2010/ac/a/m)



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