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Österreichische Börse mit Wochenminus von 2,1%


30.04.2010
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Die Verunsicherung rund um die Situation in Griechenland hat den ATX kurzfristig intraday sogar unter 2.600 Punkte abrutschen lassen, eine Erholung setzte jedoch schnell ein und das Wochenminus grenzte sich letztlich auf 2,1% ein, so die Analysten der Erste Bank.

Derzeit befinde man sich in der Zone von circa 2.650 bis 2.700 Punkten, die die Analysten ja als interessante Zone für Zukäufe genannt hätten. Dabei bleibe es auch. Positiv sei auch zu werten, dass die 200-Tage-Line im ATX (aktuell bei circa 2.529 Punkten) nicht einmal angetestet worden sei. Dies zeige doch die nach wie vor vorhandene Stärke des Marktes beziehungsweise den Mangel an interessanten Alternativanlagemöglichkeiten. Insofern würden die Analysten bei ihrer optimistischen Markteinschätzung bleiben und die aktuelle Konsolidierung weiterhin als interessante Zukaufmöglichkeit einstufen.


News habe es diese Woche genug gegeben. IMMOEAST werde nun nicht mehr gelistet - die Analysten würden deshalb natürlich auch ihre Coverage der Aktie einstellen. Eine separate Immofinanz-Einschätzung folge in Kürze. Q1-Zahlen habe es diese Woche von Verbund und Erste Group gegeben, wobei Verbund ein eher schwaches Ergebnis präsentiert habe. Die Erste Group hingegen habe die Erwartungen klar schlagen und im Jahresvergleich ein um 10% verbessertes Ergebnis vorlegen können.

STRABAG habe gute 2009er Ergebnisse vorgelegt, bei A-TEC habe es wenig Überraschungen in den endgültigen 2009er-Ergebnissen gegeben und Sparkassen Immobilien habe aufgrund von Einmaleffekten unter den Analystenerwartungen gelegen, allerdings einen optimistischen Ausblick gegeben. Bei RHI und CAToil hätten die Analysten diese Woche die Kursziele nach oben angepasst, beide Werte seien weiterhin Kaufempfehlungen.

Nächste Woche stünden wieder zahlreiche interessante Unternehmensergebnisse auf dem Programm (Wienerberger, OMV, BWT und Andritz), vor allem aber werde über Aktionäre ein warmer Dividendenausschüttungsregen prasseln (Semperit, Flughafen Wien, Mayr-Melnhof, Lenzing und Österreichische Post).

Auch wenn die Konsolidierungsphase durchaus noch einige Zeit anhalten könnte (vor allem bei weiteren Meldungen über die Budgetlage einiger europäischer Länder beziehungsweise weiterer Rating-Downgrades), so sehe man Titel wie VIG, Semperit, BWT, CAToil, RHI, voestalpine, Raiffeisen International, conwert Immobilien, Kapsch TrafficCom, etc. weiter unterbewertet, vor allem aufgrund der guten Unternehmensergebnisse und der tiefen Referenzzinsen als Bewertungsmaßstab. Insofern sehe man auch den ATX mittelfristig und per Jahresende höher und zwar deutlich höher. (30.04.2010/ac/a/m)




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