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ATX bewegt sich deutlich Richtung 3.000 Punkte


09.04.2010
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Mit +2,4% in der letzten Woche bewegt sich der ATX weiter deutlich in Richtung des Jahresendziels der Analysten der Erste Bank von 3.000 Punkten, welches nun mittlerweile nicht mehr allzu weit entfernt liegt.

Wochengewinner seien - hauptsächlich bedingt durch den Ölpreisanstieg zuletzt in Verbindung mit einem weiterhin starken USD - SBO (Schoeller-Bleckmann) (+8,0%) und OMV (+6,1%) gewesen. Weiters deutlich im Plus habe Flughafen Wien mit +5,6% gelegen. Auf der Verliererseite seien eher defensive Werte zu finden gewesen, wobei sich die Verluste insgesamt in engen Grenzen gehalten hätten. Verbund habe 0,6% und Telekom Austria 0,2% verloren.


Newsseitig sei in der letzten Woche nicht viel losgewesen: Semperit und S&T hätten endgültige Zahlen für 2009 veröffentlicht. Ein positives News-Highlight sei in dieser Woche sicherlich KapschTrafficCom gewesen, die Details zum Südafrika-Auftrag bekannt gegeben habe. Die Auftragssumme habe nochmals deutlich über den Erwartungen gelegen, zusätzlich sei auch noch die Mehrheit des lokalen Partners übernommen worden - daher eine Bestätigung der Kaufempfehlung.

Ein kurzes Update zur Bewertung des Gesamtmarktes: Das KGV für 2010 liege mit ca. 13,5 bis 14,0x schon leicht über dem historischen Schnitt, allerdings liege der geschätzte ATX-Indexgewinn für 2011 bei ca. 250 Indexpunkten (gem. Konsensus). Damit liege das KGV 2011e aktuell bei ca. 11x bzw. auf Basis der Schätzungen der Analysten sogar nur bei ca. 10x. Der geschätzte Gewinnanstieg 2011 werde für den ATX daher weiteres Aufwärtspotenzial bis Jahresende bringen. 3.000 Indexpunkte als Ziel würden realistisch erscheinen. Falls die aktuellen Gewinnschätzungen halten würden, wäre sogar noch ein etwas höheres Kursziel vorstellbar.

Aktuell laufe gerade die Zeichnungsfrist für die Nachfolgeprodukte der Research-Zertifikate der Analysten. Sowohl das "Top of"-Zertifikat als auch das "Alpha"-Zertifikat gebe es aktuell im April mit 2,5% Ausgabeaufschlag für eine Laufzeit von drei Jahren (bis Ende Mai 2013) zu erwerben. Bei 2,5% liegt übrigens auch gerade unsere Outperformance gegenüber dem ATX im Jahr 2010, somit hätte sich der Kauf dieses Zertifikats gegenüber einem reinen Indexinvestment innerhalb von nur ca. drei Monaten spesenmäßig mehr als rentiert, eine Managementgebühr fällt ja überhaupt nicht an, so die Analysten der Erste Bank. Performancemäßig habe ihr Zertifikat im 1. Quartal auch alle Österreich-Fonds deutlich hinter sich gelassen.

In den nächsten Wochen würden die Analysten noch die Emission von gehebelten Alpha-Zertifikaten planen, die für den österreichischen Anleger steuerlich ja auch sehr günstig - weil steuerfrei - seien. (09.04.2010/ac/a/m)



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