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Wiener Börse starke Woche


12.03.2010
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Der ATX hat mit einem Anstieg von 4,5% eine starke Woche hinter sich, befindet sich aber damit weiterhin in der breiten Seitwärtsrange von ca. 2.400 bis 2.700 Punkten, so die Analysten der Erste Bank.

Sehr positiv sei zu werten, dass die 200-Tageslinie (die aktuell bei 2.428 Punkten verlaufe) gehalten habe. Obwohl die Analysten der Erste Bank schon in der Vorwoche kommentiert hatten, dass der ATX vom positiven internationalen Marktumfeld wahrscheinlich sowieso mitgezogen werden wird. Fundamental würden sie sich keinerlei Sorgen machen. Gemäß ihren Schätzungen würden sie aktuell bei einem Markt-KGV 2010e von 11,9x halten und in 2011 sollte man weiteres deutliches Gewinnwachstum sehen. Damit notiere der ATX schon jetzt unter dem durchschnittlichen Forward-KGV von 12,7x. Ein Angriff in Richtung ihres ATX-Jahresendziel von 3.000 Punkten stehe allerdings noch nicht bevor, da müsste zuerst die Seitwärtsrange nach oben verlassen werden, was noch eine Zeit lang dauern könnte. Die österreichischen Staatsanleiherenditen und die Geldmarkt-Zinssätze würden dem ATX derzeit wenig Konkurrenz machen.


Wochengewinner seien Wienerberger (+7,5%) und die Bankenwerte (Erste: +7,1%, Raiffeisen Int.: +6,4%) gewesen. Größere News habe es hier in dieser Woche keine gegeben, die Erste Group sei von Brokerseite stark empfohlen worden, bei Raiffeisen Int. habe sich die Absage in Richtung Übernahme der ÖVAG sicher positiv ausgewirkt. Verlierer seien im ATX nur zwei Werte gewesen: STRABAG mit -2,3% und Intercell mit -1,4%, bei letzterer hätten die Analysten nun ihr Kursziel auf EUR 27 reduziert, die Kaufempfehlung aber bestätigt. Sonstige wesentliche News seien in dieser Woche von RHI gekommen, die ein exzellentes Q4-Ergebnis vorgelegt und noch dazu einen starken Ausblick abgegeben habe - die Analysten würden hier bei ihrer Kaufempfehlung bleiben.

SBO habe die schon veröffentlichten vorläufigen Ergebnisse bestätigt, hier würden die Analysten keinen Grund für wesentliche Änderungen ihrer aktuellen "halten"-Empfehlung sehen. Bei A-TEC sei das Ergebnis bis zum EBIT zwar gut gewesen, die Verschuldung habe die Analysten aber abermals nicht überzeugen können. Hier würden sie ihr Kursziel senken müssen. Nächste Woche würden Zumtobel (Q3), Österr. Post (Q4), Mayr-Melnhof (Q4) und Wolford (Q3) berichten. Aufgrund der zuletzt positiv gewordenen Dynamik könnte man sich durchaus vorstellen, dass der ATX noch einige Prozent nach oben laufe, bevor der nächste Widerstand die Bewegung bremse.

Neu auf ihre Favoritenliste haben die Analysten der Erste Bank diese Woche die conwert-Aktie gesetzt, die auf dem aktuellen Niveau definitiv eine Kaufempfehlung wert ist. Ferner zu ihren Favoriten würden aktuell RHI, voestalpine, Semperit, Vienna Insurance Group und Raiffeisen Int. gehören. (12.03.2010/ac/a/m)



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