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Österreichischer Aktienmarkt im Fokus


12.02.2010
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Der Rücksetzer beim ATX am Ende der Vorwoche bzw. zum Teil noch am Anfang dieser Woche war heftig, wurde aber letztlich fast punktgenau bei der 200-Tages-Linie gestoppt, berichten die Analysten der Erste Bank.

Seitdem habe der ATX wieder 100 Punkte gewonnen und habe die Woche (Do vs. Do) de facto fast unverändert geschlossen (-0,2%). Verursacht hätten den Rückschlag Sorgen um die Verschuldungs- und Finanzierungslage in Griechenland. Wochengewinner im ATX war Raiffeisen Int. (+5,4%), wo die Analysten der Erste Bank genau am Tiefpunkt ihr Rating auf "kaufen" erhöht haben und damit ein sehr gutes Timing bewiesen haben. Hier werde zwar das Ergebnis für 2009 noch keine Verbesserungen zeigen, aber der Ausblick auf 2011 stimme sie wieder zuversichtlicher. Ferner stark in dieser Woche seien Zumtobel (+3,2%, ohne wesentliche News) und Palfinger (+1,8%, ebenso ohne wesentliche News) gewesen. Verloren hätten in der letzten Woche ölbezogene Werte (SBO: -7,1%, SBO: -3,5%) und auch bwin (-4,0%).


Die wenigen Unternehmensergebnisse in dieser Woche seien gemischt ausgefallen: Wienerberger habe vorläufige Zahlen für 2009 berichtet, die exakt im Rahmen der Analysten-Erwartungen gelegen hätten. CWT habe ein vorläufig stark gesunkenes Eigenkapital und S&T ein vorläufiges EBIT berichtet, das nochmals leicht unter dem in der letzten Gewinnwarnung anvisierten Wert gelegen habe. Research-seitig haben die Analysten der Erste Bank - wie erwähnt - Raiffeisen Int. deutlich auf Kaufen hochgestuft, da sie den Kursrückgang als deutlich übertrieben gesehen haben. Bei der Telekom Austria hätten sie das Kursziel leicht nach unten angepasst, ihre "halten"-Empfehlung aber bestätigt.

Nächste Woche würden mit Semperit und STRABAG wieder zwei Unternehmen vorläufige 2009er Ergebnisse vorlegen, dazu noch Ergebnisse von kleineren Unternehmen. Letztlich dürfte sich der ATX aktuell in einer breiten Seitwärtsbewegung zwischen 2.370 und 2.750 Punkten befinden. Fundamental gesehen sei der ATX nach wie vor günstig, das Forward-KGV liege aktuell ca. bei 11,5 bis 12,3x (je nach Datenquelle), was aber jedenfalls unter dem historischen Schnitt von ca. 12,7x liege. Es werde aber heuer insgesamt schwieriger an der Börse eine gute Performance zu erzielen und Stockpicking werde ebenso immer wichtiger.

Die Analysten der Erste Bank würden beim ATX unter 2.500 Punkten jedenfalls deutlich zum Kauf raten, aktuell gefallen ihnen Vienna Insurance Group, Raiffeisen Int., voestalpine, Semperit, BWT, OMV, Kapsch TrafficCom und ECO Business am besten. (12.02.2010/ac/a/m)




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