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ATX verlor deutlich mehr als die meisten Börsen


11.12.2009
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Der ATX büßte in dieser Woche 2,4% ein und verlor damit deutlich mehr als die meisten internationalen Börsen, berichten die Analysten der Erste Bank.

Der Großteil dieses Verlusts sei dabei auf das Konto der Telekom Austria gegangen, die nach dem neuen enttäuschenden Ausblick für das Jahr 2010 und dem Verschieben der Aktienrückkäufe um 13,6% nachgegeben und dem ATX damit 36,7 Indexpunkte gekostet habe. Auch wenn der Fall der Aktie auf den ersten Blick überzogen aussehe, ändere dies nichts an der neutralen Meinung der Analysten zur Aktie. Palfinger (-4,8%) und Verbund (-4,2%) seien ebenfalls mit deutlichen Abschlägen aus der Woche gegangen, jedoch ohne nennenswerten Newsflow.


Auf der Gewinnerseite hätten diesmal Zumtobel (+5,2%) und EVN (+2,2%) gestanden, deren Quartals- bzw. Gesamtjahreszahlen die Investoren zu überzeugen vermocht hätten. Unter den raren Gewinnern habe sich auch Intercell befunden, deren heutige Ankündigung einer strategischen Partnerschaft mit GlaxoSmithKline im Bereich nadelfreier Pflasterimpfstoffe für weiter steigende Aktienkurse sorgen sollte. Ansonsten habe es keine weiteren kursrelevanten Neuigkeiten gegeben.

Die Berichtssaison sei damit weitestgehend zu Ende gegangen. In der nächsten Woche stünden noch vereinzelt Quartalszahlen an, so wie bei bene (Q3) und Wolford (Q2). Diese würden aber, das könne jetzt schon gesagt werden, den Gesamtmarkt nicht wesentlich beeinflussen. Was bleibe, sei ein eher positiver Eindruck, denn die meisten zuletzt veröffentlichten Zahlen seien besser als erwartet gewesen. Die in den Kursanstiegen der letzten Monate vorweggenommenen hohen Erwartungen hätten damit erfüllt werden können.

Dieses Jahr sei gelaufen, für die nächsten zwei Wochen sollten die Erwartungen nicht zu hoch sein. Ohne Impulse würden die Märkte am ehesten seitwärts gehen. Für 2010 bleiben die Analysten der Erste Bank optimistisch. Die 3.000er Punkte-Marke sei ihr ATX-Kursziel für die nächsten zwölf Monate. Beim jetzigen Niveau ergebe das ein Potenzial von mehr als 20% und das wäre laut ihrer Definition eine Kaufempfehlung. Auf ihrer Empfehlungsliste stünden neben den ATX-Werten Intercell, OMV, RHI, VIG und voestalpine auch noch A-TEC, BWT, Kapsch TC, Semperit und S&T, sowie die Immo-Werte ECO und Sparkassen Immo. (11.12.2009/ac/a/m)




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