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STOXX 600 rückläufig 27.11.2009
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Die schlechten Nachrichten von Volkswagen führten dazu, dass der STOXX 600 auf Wochensicht um 2,31% verliert, berichten die Analysten der Erste Bank.
17 der 19 Sektoren im STOXX 600 seien ins Minus gefallen. Nur Pharma- und Chemietitel hätten mit 1,45% und 0,10% leicht im Plus geschlossen. Der Finanzsektor, allen voran Immobilientitel (-5,71%) hätten die höchsten Abschläge hinnehmen müssen. Der tiefe Fall von Volkswagen (-16%) diese Woche habe auch dem Automobilsektor stark zugesetzt.
Am Anleihenmarkt sei der Bund-Future mit einem Intraday-High von 123,75 Punkten am Donnerstag auf den höchsten Stand seit Anfang April gesprungen. Der Widerstand nach oben hin sei somit klar durchbrochen worden und lasse somit auf einen weiteren Fall der Bondrenditen schließen. Die 10-jährigen Bundrenditen seien um 11 Basispunkte auf 3,11% gefallen. Die 2-jährigen stünden bei 1,17% (-0,02). Mit den sinkenden Renditen sei auch die implizierte Volatilität angesprungen. Der VDAX stehe nun bei 26 Punkten.
An den Rohstoffmärkten sei die Hausse indes weiter gegangen. Kupfer habe an der LME um 2,13% auf USD 6.904 zugelegt. Aluminium sei knapp über der USD 2.000-Marke (+0,32%) geblieben. Gold habe seinen steilen Aufwärtstrend fortgesetzt und notiere nun bei USD 1.186 oder EUR 791 pro Unze. Einzig der Ölpreis habe den Aufwärtstrend nicht bestätigt. Das Barrel Brent sei um 0,68% auf USD 76,43 gefallen.
Der ifo-Index habe sich im November deutlich auf 93,9 Punkte (Oktober: 92,0) verbessert. Nicht nur die aktuelle Lage (89,1, Oktober: 87,4) sei besser eingeschätzt worden, auch die Erwartungen seien auf 98,9 Punkte (Oktober: 96,8) gestiegen. Nach Sektoren unterteilt erkenne man, dass sich das Geschäftsklima auf breiter Basis bessere (gewerbliche Wirtschaft, Verarbeitendes Gewerbe, Einzel- und Großhandel). Die Zahl der Arbeitslosen sei in Frankreich im Oktober um 52.400 auf 2,627 Millionen geklettert. Das seien 25% mehr als vor einem Jahr. Gegenüber dem September sei das ein Anstieg um 2% und der größte seit April.
In ihrem Bericht zur Finanzstabilität orte die Deutsche Bundesbank noch viel Ungemach für die deutschen Banken. Trotz ermutigender Zeichen der wirtschaftlichen Stabilisierung sei die Finanz- und Wirtschaftskrise in Deutschland laut der Deutschen Bundesbank noch nicht überwunden. Eine Wertberichtigungswelle in Höhe von bis zu EUR 90 Mrd. könnte noch auf die deutschen Geschäftsbanken zukommen.
Bei den Verbriefungen (CDO, ABS etc.) halte die deutsche Notenbank trotz der bereits getätigten sehr hohen Wertberichtigungen einen weiteren Marktwertverlust für realistisch. Dies könnte bei den deutschen Instituten zu weiteren Abschreibungen in Höhe von EUR 10 Mrd. bis EUR 15 Mrd. führen. Für die Jahre 2009 und 2010 orte die deutsche Bundesbank einen Wertberichtigungsbedarf zwischen EUR 50 Mrd. und EUR 75 Mrd. Die Analysten der Erste Bank raten unter anderem deshalb weiterhin dazu, nur in ausgewählte europäische Retailbanken zu investieren.
Unterdessen habe die zu 43% verstaatlichte britische Großbank Lloyds die weltgrößte Kapitalerhöhung im Volumen von umgerechnet rund EUR 15 Mrd. vorangetrieben. Das schwer gebeutelte Kreditinstitut habe am Dienstag einen Preis von 37 Pence für EUR 36,5 Mrd. neue Anteilsscheine festgelegt. Der Handel mit den neuen Papieren solle am 14. Dezember starten. Damit könne Lloyds die Aktien mit einem etwas geringeren Nachlass anbieten als erwartet. Die Kapitalerhöhung sei die bislang größte der Wirtschaftsgeschichte. Auf den Plätzen zwei und drei würden hier ebenfalls britische Institute - HSBC und RBS - liegen.
Auch K+S wolle sich frisches Geld besorgen. Insgesamt sollten 26,4 Mio. neue Aktien zu einem Bezugspreis von je EUR 26 ausgegeben werden. Dadurch erhöhe sich das Grundkapital des Unternehmens um EUR 26,4 Mio. auf EUR 191,4 Mio. Die Kapitalerhöhung entspreche 16% des bisherigen Grundkapitals. Wegen der derzeit sehr schwachen Geschäftsentwicklung des Düngemittelherstellers würden die Analysten von einem Investment abraten.
Deutschlands zweitgrößte Airline Air Berlin habe sich auf profitable Routen und Geschäftskunden konzentriert. Auch ein Sparprogramm und weniger Sitzplätze im Angebot hätten Air Berlin im dritten Quartal einen Nettogewinn in Höhe von EUR 95,2 Mio. eingebracht. Das sei ein Plus von 111% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Air Berlin gehöre damit zu den wenigen Fluggesellschaften, die ihr Ergebnis im dritten Quartal dieses Jahres hätten verbessern können. Für das vierte Quartal rechne Air Berlin bei einer stabilen Nachfrage mit schwächeren Erlösen.
E.ON steige groß bei Solarstrom ein. Der Versorger forciere die Produktion von Strom aus Sonnenergie. Das Unternehmen investiere gemeinsam mit dem spanischen Sonnenkraft-Betreiber Abengoa EUR 550 Mio. in den Bau von zwei solarthermischen Kraftwerken nahe Sevilla. Die beiden Kraftwerke sollten über eine Leistung von jeweils 50 Megawatt verfügen und in den Jahren 2011 und 2012 in Betrieb gehen.
Nächste Woche stünden unter anderem die Zahlen von Bouygues, Intralot, Kardan und Energy Technique auf der Agenda. Auf der Makroseite werde der EZB-Zinsentscheid sowie die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion in Deutschland erwartet. (27.11.2009/ac/a/m)
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