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Unilever Marketperformer


02.11.2001
LB Baden-Württemberg

Barabara Ambrus, Analystin der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), bewertet die Unilever-Aktie (WKN 920301) mit Marketperformer.

Unilever habe in 2000 42% des Umsatzes in Europa, 24% in Nordamerika, 17% in Asien/ Pazifik, 12% in Lateinamerika sowie 5% in Afrika/ Mittlerer Osten erwirtschaftet und sei dabei mit 50% der Erlöse im Bereich Nahrungsmittel, 48% im Bereich Körperpflege- und Reinigungsprodukte sowie 2% in Sonstigem tätig gewesen.


Unilever habe den Umsatz im zweiten Quartal 2001 vor dem Einfluss der Wechselkurse um 13% bzw. zusätzlich bereinigt um die Akquisitionen um 4,3% gesteigert. Abermals eher enttäuschend sei das Volumenwachstum für den Gesamtkonzern mit 1,8% ausgefallen. Positiv beurteile man jedoch das bereinigte Umsatzwachstum der führenden Marken ohne Akquisitionen um 5,3% bzw. um 4,7% inklusive Akquisitionen. Der operative Gewinn vor außerordentlichen Posten, vor Goodwillabschreibungen und vor Wechselkursveränderungen sei stark überproportional um 25% gestiegen. Der entsprechende Nettogewinn habe um 5% zugenommen.

Der Konzern habe die operative Marge im dritten Quartal abermals kräftig um 160 Basispunkte verbessert. Von der weltweiten konjunkturellen Schwäche und den politischen Ereignissen dürfte der Gebrauchsgüterhersteller auch in Zukunft kaum betroffen sein, da der Großteil der Produkte zur Deckung der Grundbedürfnisse eingesetzt werde. Lediglich die Bereiche hochpreisiger Parfums und Foodservice, die jedoch nur 4% des Konzernumsatzes bestritten, hätten bisher negative Auswirkungen gespürt. Vor diesem Hintergrund werde das Erreichen von Unilevers Ziel, den Gewinn je Aktie vor außerordentlichen Posten und vor Goodwillabschreibungen im Gesamtjahr 2001 um über 10 % zu steigern, zunehmend wahrscheinlich, so dass man die Schätzung eines 11%igen Anstiegs beibehielten. Der Konzernumsatz dürfte ebenfalls um 11% wachsen. Für das kommende Jahr erwarte man weiterhin ein moderates Umsatzplus um 5% und einen abermals um 11% höheren Gewinn je Aktie bereinigt um außerordentliche Posten und Goodwillabschreibungen.

Während die Margenverbesserung auch im dritten Quartal sehr positiv ausgefallen sei, sei das Volumenwachstum im Branchenvergleich weiterhin enttäuschend. Insbesondere der akquirierte Konzern Bestfoods müsse noch zeigen, dass er neben Kosteneinsparungen auch Wachstum generieren könne. Darüber hinaus belasteten die Restrukturierungskosten und die Goodwillabschreibungen den unbereinigten Nettogewinn auch im kommenden Jahr.

Vor diesem Hintergrund trauen die Experten der LBBW der Unilever-Aktie keine Outperformance zu und belassen den Titel auf Marketperformer.




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