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BMW zurückgestuft


17.12.1998
Hamburgische LB

BMW neutral (vorher: übergewichten) letzte Analyse: 07/98
Auto und Verkehr

Wertpapierkenn-Nr.: 519 000 / BMWG

Claudia Erdmann
Wertpapier-Research
Telefon: 040 3333 3268


Krise bei Rover schlimmer als befürchtet

Rover sei und bleibe das Sorgenkind im BMW-Konzern, berichten die Analysten der Hamburgischen Landesbank. Dabei mache längst nicht nur das starke Pfund zu schaffen, sondern auch die Produktivität der britischen Werke, insbesondere in Longbridge, die wesentlich unter der von anderen BMW-Werken liege. Rover werde in diesem Jahr einen Verlust einfahren, der deutlich über dem des Vorjahres (-260 Mio. DM) liege. Die Experten gehen von mindestens einer Verdoppelung aus. Nach einigem Zögern habe das Management nun auf die Situation reagiert. Zum einen habe Rover-Chef Hasselkus gehen müssen, zum anderen sei mit den Gewerkschaften eine Vereinbarung über Flexibilisierung der Arbeitszeit, Senkung der Personalkosten und über Stellenabbau getroffen worden. Damit strebe man ab 2000 eine jährliche Einsparung von 150 Mio. Pfund an. Im nächsten Jahr würden dagegen erst mal Abfindungen zu zahlen sein, da man beim Stellenabbau auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten wolle. In 1998 erwarten die Anlageexperten daher eine zusätzliche Bildung von Rückstellungen, die das Ergebnis weiter drücken werde. Es sei damit zu rechnen, daß der Konzern so viele Belastungen wie möglich bereits im 98er-Ergebnis verarbeiten möchte. Eine weitere Steigerung der Produktivität über das hinaus, was mit den Personalmaßnahmen erreicht werde, solle sich mit der Einführung neuer Modelle einstellen. So werde das Oberklassenmodell R75 die Modelle R600 und R800 ersetzen und ab dem Frühjahr 1999 verkauft.

Die Triebwerks-Tochter BMW Roll-Royce werde dieses Jahr ebenfalls mit Verlust abschließen (ca. 480 Mio. DM), allerdings liege dies im Plan. Die Anlaufkosten scheinen sich jedoch längerfristig auszuzahlen, heißt es. Der Umsatz solle 1999 bereits über eine Milliarde DM betragen. Die Gewinnschwelle werde nicht vor dem Jahr 2000 erwartet.

Insgesamt gesehen werde eine komplette Erneuerung der Modellpalette und die Realisierung von Produktivitätsgewinnen noch Zeit in Anspruch nehmen. Ob bis zum Jahr 2000 der Break-even bei Rover erreicht werden könne, sei im Moment zweifelhaft. Genauere Angaben über die tatsächliche Höhe des Verlusts wolle BMW frühestens Ende Januar 1999 machen. Die Gewinnschätzung haben die Analysten auf 53,10 DM (68,50 DM) in diesem Jahr und 73,50 DM (76,50 DM) in 1999 reduziert. Deshalb stufen wir BMW von übergewichten auf neutral herunter.

Die im Aktienforum Aktuell veröffentlichten Informationen basieren auf allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten. Die hier geäußerten Meinungen über Märkte und Produkte sind unverbindlich. Sie stellen keine Aufforderung und kein Angebot zum Kauf oder Verkauf dar. Die Lektüre dieser Publikation kann eine individuelle Beratung nicht ersetzen. Wir bitten Sie deshalb, sich an Ihren Betreuer bei der Hamburgischen Landesbank zu wenden.



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