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Société Générale neutral 14.09.1998
Hamburgische LB
Société Générale neutral (Erstrating) Banken
Frankreich
WPK-Nr. / Reuters: 873 403/ SOGN.PA
Tanja Steffens / Maren Both Wertpapier-Research Telefon: 040 3333 3273
Weltweit gut positioniert
Société Générale gehört zu den größten Banken Europas und ist in Frankreich nach Crédit Agricole und BNP auf Platz 3 positioniert. Sie besitzt im Heimatland 2.600 Filialen und betreut 4,6 Mio. Privatkunden. Im Ausland ist die Bank mit 500 Filialen in 80 Ländern aktiv. Sie betreibt in Frankreich vorwiegend Retail Banking. Schwerpunkte sind hier das Geschäft mit den Privat- und den Firmenkunden sowie das Asset Management. Société Générale ist der größte Asset Manager unter den französischen Banken. Diese Position wurde durch den Erwerb der britischen Hambros und von Yamaichi International Capital Management in Japan Ende letzten bzw. Anfang diesen Jahres erreicht. Auch profitiert die Bank von Cross-Selling Geschäften im Bereich Lebensversicherung. Société Générale hat eine eigene Lebensversicherungstochter, die Sogécap. Im Ausland dominiert das Investment Banking. Die Bank ist dort im Geschäft mit den internationalen Firmenkunden besonders gut etabliert.
Gute Ergebnisse in 1997
Das Betriebsergebnis wuchs 1997 um 23,7% auf 14,3 Mrd. FF, und das Konzernergebnis stieg um 34,5% auf 6,1 Mrd. FF. Der Marktanteil im Einlagengeschäft konnte 1997 von 12,7% auf 15,8% und der im Kreditgeschäft von 12,8% auf 16,1% erhöht werden. Die Übernahme des Crédit du Nord (vormals Paribas Gruppe) löste diese Steigerungen aus. Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis lag 1997 bei 73,6% und ist damit im Vergleich zu anderen französischen Banken recht hoch. Die Zinsüberschüsse sind 1997 um 13%, die Provisionsüberschüsse um 42% und das Handelsergebnis um 59% gestiegen.
Geographische Aufteilung für 1997 in Mio. FF
Hohe Risikovorsorge im 1. Halbjahr 1998
Im 1. Halbjahr 1998 konnte der Jahresüberschuß zwar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 3,7 Mrd. FF um 9,2% auf 4,1 Mrd. FF gesteigert werden, die Risikovorsorge wurde aber insgesamt von 3,0 Mrd. FF auf 7,3 Mrd. FF angehoben. Davon wurden 3,1 Mrd. FF aufgrund der Asienkrise und 2,5 Mrd. FF aufgrund der wirtschaftlichenund finanziellen Unruhen in Rußland zurückgestellt. Das Betriebsergebnis stieg von 8,1 Mrd. FF auf 9,8 Mrd. FF, und der Gewinn je Aktie erreichte 39,9 FF nach 40,7 FF im Vorjahr. Die Eigenkapitalrendite sank von 13,2% auf 12,8%. Die Kosten werden 1998 noch auf hohem Niveau bleiben. Im 1. Halbjahr 1998 stiegen sie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 19 Mrd FF auf 21,5 Mrd. FF an. Unter dem Einfluß getätigter Akquisitionen erhöhte sich das Asset under Management mit einer Steigerungsrate von 47% auf 930 Mrd. FF. Anfang diesen Jahres wurde die US-Investment-Bank Cowen & Company gekauft. Dadurch konnte die Position in den USA ausgebaut werden. Im Juli wurden Anteile an Liberty Financial verkauft. Der Grund dafür liegt in einer verstärkten Konzentration auf das Private Banking. Dieses wurde auch durch den im August getätigten Kauf von Coutts vorangetrieben. Coutts ist eine Einheit der Natwest Group Plc`s Coutts Private Bank und ist Marktführer auf den Bahamas.
Ausblick und Einschätzung
Société Générale hat sich durch die gezielten Akquisitionen an international attraktiven Standorten niedergelassen. Das aussichtsreiche Investment Banking wird weiter ausgebaut. Die Bank besitzt in Frankreich schon jetzt eine hervorragende Marktposition im Privat- und Firmenkundengeschäft und hat im Vergleich zu anderen französischen Banken eine hohe Ertragskraft. Ziel des Unternehmens ist es, im Jahr 2000 eine Eigenkapitalrendite von 15% zu erreichen. Wir sind der Meinung, daß Société Générale auf dem richtigen Weg ist, dieses zu verwirklichen. Die gute Stellung im Heimatland sollte auch im Ausland mittelfristig erreichbar sein. Ferner weist die Société Générale die längste Erfahrung als private französische Bank auf und wird dadurch dem Konkurrenzdruck standhalten können. Profitieren wird die Bank außerdem durch die Aufnahme in den Dow-Jones-STOXX 50 am 21. September. Aufgrund der nachlassenden Ertragsdynamik, die u.a. bedingt ist durch die wirtschaftliche und finanzielle Unsicherheit in Rußland und Asien, sind Banken zur Zeit nicht sehr gefragt. Die Société Générale hebt sich u.E. hiervon nicht besonders ab. Wir setzen unser Rating deshalb auf neutral.
Fazit: Die Société Générale gehört zu den führenden europäischen Banken. Durch zahlreiche Akquisitionen konnten international attraktive Standorte besetzt werden. Im Inland dominiert das Retail Banking und im Ausland das Investment Banking, welches in den nächsten Jahren noch weiter ausgebaut wird. Die Bank profitiert in Frankreich von einer hohen Ertragskraft und einer langen Erfahrung als privates Institut. Kurzfristig wird die Aktie von der Aufnahme in den Dow-Jones-STOXX 50 am 21. September profitieren. Aufgrund der nachlassenden Ertragsdynamik, die u.a. bedingt ist durch die wirtschaftliche und finanzielle Unsicherheit in Rußland und Asien, sind Banken zur Zeit nicht sehr gefragt. Die Société Générale hebt sich u.E. hiervon nicht besonders ab. Wir setzen unser Rating deshalb auf neutral.
Die veröffentlichten Informationen basieren auf allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten. Die hier geäußerten Meinungen über Märkte und Produkte sind unverbindlich. Sie stellen keine Aufforderung und kein Angebot zum Kauf oder Verkauf dar. Die Lektüre dieser Publikation kann eine individuelle Beratung nicht ersetzen. Wir bitten Sie deshalb, sich an Ihren Betreuer bei der Hamburgischen Landesbank zu wenden.
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