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Medarex drängt sich nicht auf 02.04.2001
EveryBuddy`s Trade
Medarex (WKN 883040) ist ein Biotechnologieunternehmen, dessen Ziel die Entwicklung und Kommerzialisierung antikörper-basierter Medikamente ist, die der Behandlung lebensbedrohlicher Krankheiten wie Krebs und Autoimmunstörungen dienen sollen, so die Analysten von EveryBuddy's Trade.
Die Therapieprodukte würden sich zurzeit noch in der Entwicklungsphase befinden und würden der Zustimmung des US-amerikanischen Gesundheitsministeriums bedürfen, bevor sie kommerziell vertrieben werden können. Das Unternehmen habe in den vergangenen Jahren eine umfangreiche Plattform entwickelt, deren Ziel die systematische Erforschung und Entwicklung von Antikörpern sei. Im Oktober 1997 habe Medarex das Biopharma-Unternehmen GenPharm International Inc. akquiriert, dessen HuMAb-Mouse-System die Entwicklung künstlich hergestellter Antikörper erlaube. Die für die Produktion von Antikörpern zuständigen Mäusegene würden in einem komplizierten Verfahren deaktiviert und durch menschliche Gene ersetze, die nun die Produktion von Antikörpern im Mäuseorganismus aufnehmen würden. Da diese menschlichen Gene relativ stabil seien, würden sie an den Nachwuchs der Mäuse weitergegeben.
Somit würden bestimmte Merkmale zu geringen Kosten und ohne weitere genetische Eingriffe gezüchtet werden können. Die künstlich hergestellten Antikörper würden nun im menschlichen Organismus die erkrankten Zellen erkennen und bekämpfen können. Durch eine Vereinbarung mit Kirin habe sich Medarex den Zugang zu einer ähnlichen Technologie gesichert, die jedoch auf einem unterschiedlichen Prozess basiere und habe somit sein Antikörperspektrum essentiell erweitern können. Neben seinen Forschungsambitionen stelle Medarex außerdem im großen Maßstab Wirkstoffe für klinische Studien in den USA und sieben europäischen Ländern her. Vor einem Jahr habe das Unternehmen eine strategische Allianz mit Eos Biotechnology geschmiedet, in deren Zentrum die Entwicklung und Vermarktung der durch Gentechnologie entwickelten Antikörper gestanden habe. Alle aus dieser Kooperation resultierenden Umsätze und Ausgaben würden zwischen den Vertragspartnern auf paritätischer Basis aufgeteilt.
Ferner gestehe die Vereinbarung Medarex die Stellung als alleiniger Lizenzvergeber für bestimmte Produktkandidaten im europäischen Raum zu. Weitere Allianzen würden mit renommierten Biotechnologieunternehmen wie Eli Lilly, MedImmune, Oxford GlycoSciences und Aventis bestehen. Zu den größten Konkurrenten würden neben dem Pharmaproduzenten Abgenix Unternehmen wie Genentech, Protein Design Labs und SmithKline Beecham gehören. Im vergangenen Geschäftsjahr habe Medarex einen Umsatz von 22,5 Millionen US$ ausweisen können, was beinahe einer Verdreifachung des Vorjahresergebnisses entspreche. Das Nettoeinkommen habe sich auf 3,3 Millionen US$ belaufen und habe einem Verlust von 17 Millionen US$ gegenüber gestanden. Diese Zahlen würden höhere Einnahmen aus Lizenzverträgen sowie ein erhöhtes Zinseinkommen reflektieren.
Mit einer Gewinnmarge von knapp 15 Prozent gehöre Medarex zweifelsohne zu den profitabelsten Unternehmen seiner Branche. Dennoch sei das Unternehmen ein kleinerer mid cap und trage somit die branchenüblichen Risiken. Da der Anti-Krebs-Markt der am stärksten umkämpfte Markt im Biotech-Sektor sei, werde sich Medarex gegen gut positionierte Unternehmen behaupten müssen. Chancen würden die vielen Produkte in späten klinischen Testphasen bieten. Medarex plane bis zum Jahr 2002, zwischen 10 und 12 Produkte zu vermarkten. Nach Einschätzung der Analysten würden die hohe Zahl an Partnerschaften, das große Produktangebot sowie drei fortschrittliche Technologieplattformen das Risiko eines Totalverlustes nahezu ausschließen. Augenblicklich dränge sich ein Investment in den Titel allerdings nicht auf, ein Kauf sollte auf jeden Fall abgesichert werden.
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