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Iberdrola defensive Depotbeimischung 10.08.2005
Weberbank
Dirk Apel, Analyst der Weberbank, empfiehlt die Aktie von Iberdrola (ISIN ES0144580018 / WKN 851357) als defensive Depotbeimischung zum Kauf.
Iberdrola sei hinter Endesa (Marktanteil über 40%) der zweitgrößte spanische Elektrizitätsversorger mit einem Marktanteil von ca. 31% bei der Stromerzeugung bzw. von 39% bei der Stromverteilung. Am Heimatmarkt würden ca. 9 Mio. Kunden bedient. In Lateinamerika habe sich Iberdrola auf Brasilien und Mexiko konzentriert. In Brasilien halte man einen Marktanteil von etwas über 10% an der Stromverteilung und befinde man sich auf dem Weg, der größte unabhängige Stromproduzent zu werden. 50% des von dem Konzern hergestellten Stroms kämen aus Wasser-, Solar- und Windkraftwerken. Luftfahrt, Immobilien und Telekommunikation seien weitere Betätigungsfelder.
Der Nettogewinn sei in den ersten 6 Monaten um 12,5% auf 653 Mio. Euro geklettert. Zurückzuführen sei der Gewinnanstieg auf die Investitionen in Lateinamerika und in erneuerbare Energien. Mit einem erwarteten Anstieg des Stromverbrauchs zwischen 3,5 und 4,5% gehöre der spanische Strommarkt auch in diesem Jahr zu den attraktivsten in Europa. Bei der Versorgung mit Erdgas wolle Iberdrola seinen Anteil am spanischen Gesamtmarkt von aktuell 10% auf 20% in 2006 kräftig aufstocken. Insgesamt plane das Unternehmen, zwischen 2004 und 2008 8,6 Mrd. Euro zu investieren. Belastet worden seien die Bilanzen durch die trotz gestiegener Rohstoffpreise gesunkenen Strompreise.
Die Prognosen für das Gesamtjahr seien sehr optimistisch. Das Tarif-Defizit, d.h. die Differenz zwischen den staatlich verordneten Strompreisen und den Generierungskosten, solle bis Jahresende von minus 500 Mio. Euro auf Null gesenkt werden. Das Unternehmen überzeuge mit einem voranschreitenden Abbau der Verbindlichkeiten. Die Fremdkapitalquote sei von 55,3% auf 54,7% reduziert worden.
Die Dividende solle um 14% auf 76,8 Cent je Aktie erhöht werden. An der aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik, nach der die Gewinnausschüttung in gleichem Maße wie der Jahresgewinn steige, solle festgehalten werden. Der hohe Streubesitzanteil nähre auch immer wieder Übernahmespekulationen. Als Risikofaktor gelte ein möglicher Teilausstieg Spaniens aus der Atomkraft.
Nach einem kräftigen Anstieg mit Erreichen eines neuen Allzeithochs scheine der Iberdrola-Kurs nunmehr auf hohem Niveau zu konsolidieren. Der alte Widerstand von 20 Euro werde damit zu einer Unterstützung nach unten.
Eingedenk der niedrigen Produktionskosten und des weiterhin guten Marktumfeldes für Versorgertitel empfehlen die Analysten der Weberbank die Aktie von Iberdrola trotz der ambitionierten Bewertung als defensive Depotbeimischung zum Kauf.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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