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Eastman Kodak TopStock 19.03.1999
AC Research
Der weltweit größte Foto-Konzern, Eastman Kodak (WKN 850937, EK) verkauft seine Produktbereiche Digitaldrucker und Kopierer an den deutschen Konzern Heidelberger Druckmaschinen AG. Laut verhandlungsnahen Kreisen soll der Verkauf der Sparte für einen Preis von rund USD 200 Millionen bereits unmittelbar bevorstehen. Mit der Abgabe seines Geschäftsbereichs Office Imaging werde Kodak den laufenden Bemühungen mit Xerox zu konkurrieren ein Ende setzen. Mit dem Verkaufserlös wolle sich Kodak dagegen verstärkt auf den Wettbewerb mit der japanischen Fuji Photo Film konzentrieren.
Die Produktpalette von Kodak reicht von Produktion und Vertrieb von Filmen, Kameras, Diaprojektoren bis zu Dokumentenscannern und Digitalkameras. Mit aggressiven Marketingstrategien in den USA und in Entwicklungsländern sichert sich Kodak seit Jahren seine führende Rolle im Technologie-Bereich der digitalen Bildbearbeitung und Bildverarbeitung.
1997 begann Kodak mit einem rigorosen Einsparprogramm. Dazu gehörte der Wegfall von nahezu 20.000 Arbeitsplätzen und die Abgabe mehrerer unwirtschaftlicher Geschäftsbereiche. So verkaufte Kodak Ende 1996 die Bereiche Vertrieb und Service von Kopierern an die britische Danka Business, behielt jedoch die Produktion der Hochleistungskopier- und Drucksysteme.
Mit dem Verkauf des verlustbringenden Druckgeschäfts wechseln über 2000 Kodak-Mitarbeiter zu Heidelberger Druckmaschinen sowie zu NexPress, einem Joint Venture, das von Kodak und Heidelberger bereits 1997 gegründet wurde, um eine digitale Farbdruck-Maschine zu entwickeln.
Im Rahmen des Einsparungsprogramm von Kodak steht auch der Verkauf seiner erst vor zwei Jahren für USD 260 Millionen erworbenen Sparte Eastman Software bevor.
Weitere 200 Geschäftsbereiche werden zudem von dem Vorstandsvorsitzenden George Fisher auf ihre Kosteneffizienz überprüft.
Mit den strikten Einsparungsmaßnahmen werde sich Kodak ein sicheres Standbein auf dem lukrativen Markt der Konsumenten-Kameras verschaffen. Kodak installiert Photo-Kiosks an populären Standorten, um speziell Jugendliche, ältere und kinderlose Erwachsene zu erreichen.
Die Gewinne im 1. Quartal werden wohl aufgrund des Verkaufsrückgangs von Kopierern und den zusätzlichen Kosten, die durch die Integration der Medical-Imaging-Sparte entstehen, geringer als erwartet ausfallen. Sein Versprechen den Gewinn je Aktie um 10 bis 20 Prozent zu erhöhen, wolle Kodak aber halten.
Die Stabilisierung der Konsumentenfilm-Preise, zusätzliche Einnahmen durch den Kauf von Imation sowie weitere Maßnahmen zur Kosteneinsparung, wie der Verkauf des Kopierergeschäfts werden sich voraussichtlich im 2. Quartal positiv auf die Unternehmensgewinne auswirken.
Wenn Kodak sein Versprechen wahr macht, in der zweiten Hälfte 1999 die Erträge zu verbessern, dürfte der Kurs der Aktie in Richtung auf USD 80 klettern. Zur Zeit liegt er bei USD 67.
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