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Prudential Marketperformer 14.03.2001
LB Baden-Württemberg
Die Prudential Corporation (WKN 852069) ist mit über sechs Millionen Kunden und 10 % Marktanteil nach CGNU der zweitgrößte britische Lebensversicherer, so die Analysten der LBBW.
Neben dem Asset Manager M&G gehörten der Finanzmakler Scottish Amicable, die Direktbank EGG und der US-Lebensversicherer Jackson National Life zum Konzern. Die britische Prudential plc habe nichts mit dem amerikanischen Versicherer Prudential Financial Co. of America zu tun.
Durch die überraschende Übernahme des US-Versicherers American General werde Prudential zum sechstgrößten Versicherungskonzern weltweit und zum führenden Anbieter von Lebens- und Rentenversicherungen in den USA. Der Kaufpreis betrage rund 22 Mrd. USD, wodurch die Transaktion zur zweitgrößten in der Versicherungsgeschichte werde. Prudential biete für jede American-General-Aktie 3,6622 eigene Aktien, was einem Aufpreis von rund 30 % auf den Börsenwert von American General vom vergangenen Freitag entspreche. Der US-Versicherer werde dadurch mit dem 2,2-fachen Embedded Value bewertet. Die vom Unternehmen erwarteten Synergieeffekte in Höhe von 130 Mio. USD p.a. fielen aufgrund der minimalen Überschneidung der Geschäftstätigkeit recht gering aus. Der Kaufpreis liege daher am oberen Rande des Vertretbaren. Er spiegele den Knappheitspreis wider, der für die wenigen verbliebenen Übernahmekandidaten unter den größeren US-Versicherern zu zahlen sei. Die Akquisition werde das Ergebnis je Aktie von Prudential erhöhen. Es gebe jedoch die Befürchtung, dass der Kauf angesichts des Konjunkturabschwungs in den USA zu früh erfolgt sei. Da der Kundenstamm von American General allerdings zum großen Teil aus Lehrern und Beamten bestehe, deren Altersvorsorgebeiträge durch die Konjunkturabkühlung kaum sinken würden, schätze man diese Gefahr als eher gering ein.
Durch die Übernahme von American General sei es Prudential gelungen, Marktführer auf dem aussichtsreichen Rentenversicherungsmarkt der USA zu werden. In Anbetracht der konjunkturellen Situation sehe man den Kaufpreis als sehr hoch an. Der 14%ige Kursabschlag als Reaktion auf die Ankündigung der Akquisition erscheine fundamental nicht gerechtfertigt zu sein. In der Vergangenheit seien jedoch nach aktienfinanzierten Käufen von US-Unternehmen durch Europäer monatelang massive Verkäufe der amerikanischen Investoren zu beobachten. Aufgrund des zu erwartenden Abgabedrucks stuften die LBBW-Experten die Prudential-Aktie daher auf Marketperformer herunter.
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