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Endesa neutral gewichten 05.03.2001
Helaba Trust
Mit einer Stromproduktion von 93 TWh habe der spanische Versorgungskonzern Endesa (WKN 871028) 1999 hinter EDF gelegen, Enel und RWE auf Platz vier der europäischen Liga, so die Experten von Helaba Trust.
Die Spanier hätten kürzlich die Kontrolle über Enersis, den größten privaten Energieanbieter in Mittel- und Südamerika, erworben. Mit diesem Engagement würden unter anderem Beteiligungen in Argentinien, Brasilien, Chile, Peru und Venezuela gehalten. Zudem sei Endesa an der Telefongesellschaft Retevision beteiligt, dem Hauptkonkurrenten von Telefonica in Spanien. Eine B2B-Plattform mit Commerce One („Endesa Marktplatz“) sowie eine Beteiligung an dem „Powerline“-Unternehmen.
Dank eines starken Engagements in Lateinamerika habe Endesa im abgelaufenen Geschäftsjahr die Prognosen erfüllen können. Mit 14,9 Mrd. EUR hätten die Spanier den Umsatz um rund 14% gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die Steigerung beim Jahresüberschusses habe 10,2% auf rund 1,4 Mrd. EUR betragen. Allerdings sei dieses Ergebnis in starkem Maße von außerordentlichen Erträgen geprägt worden. Verkäufe von Anteilen an Repsol sowie einer Vielzahl von Beteiligungen in Südamerika hätten rund 1 Mrd. EUR in die Kasse gespült. Ein milder Winter, höhere Preise für Brennstoffe sowie eine geänderte Gesetzeslage hätten dazu geführt, dass am Heimatmarkt das operative Ergebnis um 14,7% zurückgegangen sei.
DS2 rundeten das Endesa-Portfolio ab. Sehr erfolgreich sei allerdings das Energiegeschäft in Lateinamerika verlaufen. Mit rund 1,3 Mrd. EUR habe es fast die Hälfte zum operativen Ergebnis beigesteuert, während der Umsatzanteil rund ein Viertel betragen habe. Grund zur Sorge bereite hingegen die Nettoverschuldung des Konzerns, die sich abermals deutlich verschlechtert habe. In Anbetracht der Tatsache, dass die Spanier ihre bisherige Expansion in USD finanzieren, sei dies hauptsächlich auf den Anstieg der US-Währung im letzten Jahr zurückzuführen. Diese Entwicklung habe auch zu einem deutlich negativen Finanzergebnis geführt (-1,1 Mrd. EUR). Vor diesem Hintergrund sollte der Abbau der Finanzschulden zu den künftigen Hauptaufgaben von Endesa gehören.
Nach der fehlgeschlagenen Fusion mit Iberdrola dürfte sich die bisher eingeschlagene Strategie, nach einer groß angelegten Expansion in Südamerika nun alleine in Europa zu wachsen, vor allem wegen der hohen Nettoverschuldung immer schwieriger gestalten. Zudem sollte die weitere Liberalisierung des spanischen Energiemarktes und die damit verbundenen Strompreissenkungen trotz des erfreulichen Südamerika-Geschäfts die Ertragsentwicklung belasten. Vor diesem Hintergrund rieten die Experten von Helaba Trust ungeachtet der hervorragenden Aussichten am heimischen Strommarkt (Wachstumsraten mittelfristig: 5% p.a.) sowie der günstigen Bewertung weiterhin zu einer neutralen Gewichtung der Endesa-Aktie.
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