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Softbank neutral 26.02.2001
Aktienservice Research
Die Analysten von Aktienservice Research bewerten derzeit die Aktien von Softbank (WKN 891624) mit "neutral".
Die 1981 gegründete Softbank habe sich zur führenden VC- und Internetbeteiligungsgesellschaft Japans entwickelt und zähle, am Investmentvolumen gemessen, auch weltweit zu den größten Entwicklern von Internetunternehmen. In den letzten 10 Monaten habe das Unternehmen stark unter der schwachen Marktverfassung gelitten. So erziele der Konzern mit der Börseneinführung der im Portfolio gehaltenen Unternehmen maßgebliche Erträge. Da im andauernd schwachen Marktumfeld diese Exit-Möglichkeit entfalle, hätten die Aktien des Unternehmens kongruent zur Marktverfassung deutlich nachgegeben. Softbank investiere vorwiegend in Unternehmen aus den Bereichen Internet, Software, Finanz- und Computer-Networking; die Produktpalette der Tochtergesellschaften und Beteiligungen sei vorwiegend in den Bereichen E-Commerce, Software und Peripheriegeräte, Beratungsdienstleistungen und technische Dienstleistungen angesiedelt. Zu den maßgeblichen Beteiligungen des Unternehmens würden bspw. bekannte Internetunternehmen wie Yahoo oder E-Trade zählen. Softbank habe als Konsortialführer bereits mehr als 100 Wachstumsunternehmen aus den vorgenannten Bereichen an die Börse gebracht.
Im letzten Jahr habe das Unternehmen den Hauptteil seiner Erträge mit den Beteiligungen an Yahoo USA und Yahoo Japan erzielt, während die scheinbar wechselhafte Unternehmensstrategie im Bereich E-Commerce Unsicherheiten bedinge. Die Aktie habe sich im besonderen durch die schwache Marktverfassung der Internetwerte betroffen gezeigt. Nicht nur, dass das operative Geschäft der Tochtergesellschaften im Hinblick auf die zuletzt erkennbare Abschwächung der Weltwirtschaft leide, man habe auch zusätzlich eine ganze Reihe von IPO-Projekten verschieben müssen, die aufgrund der aktuell schwachen Aktienmarktverfassung nicht durchführbar gewesen seien. Im September 2000 habe man die Nippon Credit Bank übernommen, was die Anleger in Anbetracht der komplizierten japanischen Wirtschaftslage weiter verunsichert habe. Diese Beteiligung sei in dem Bestreben erfolgt, einen maximalen Abdeckungsgrad der Wertschöpfungskette zu erreichen. Langfristig sei dies sicherlich eine strategisch wertvolle Entscheidung gewesen, kurzfristig könnte dies jedoch zu weiteren Ertragseinbussen führen.
Die Übernahme der Nippon Credit Bank berge sicherlich viele Risiken, deren Ausmaß kurz- bis mittelfristig kaum eingeschätzt werden könne. Langfristig erwarte Aktienservice Research jedoch erhebliche Synergien. So habe Softbank bspw. am Donnerstag aufsehenerregende Venture-Pläne bekannt gegeben. So habe die insolvente Versicherungsgesellschaft Taisho Life Insurance am Donnerstag bestätigt, dass man eine Übereinkunft mit Softbank Corp. und Yamato Life Insurance Co. getroffen habe, wonach zum 31. März alle Tätigkeiten von Taisho an ein Joint-Venture unter Führung von Softbank und Yamato übertragen würden. Von besonderem Interesse sei die Übernahme der Versicherungspolicen von Taisho. Somit komme Softbank-Chef Masayoshi Son seinem erklärten Ziel erheblich näher, eine volumenstarke Internetversicherungsgesellschaft zu etablieren. Die Strategie des Cheflenkers von Softbank sei langfristig einleuchtend. So würden beim Online-Vertrieb stark standardisierter Versicherungsprodukte die teuren Versicherungsvertreter umgangen. Diese Einsparungen könnten teilweise an den Kunden weitergereicht werden, wodurch signifikante Preisvorteile erzielt würden, was wiederum einen starken Kundenzulauf zur Folge haben werde.
Aktienservice Research sei vom langfristigen Potenzial der Gesellschaft überzeugt, da sich das Softbank-Management nach Ansicht von Aktienservice Research durch eine langfristig angelegte und weitsichtig betriebene Unternehmensstrategie auszeichne. Dabei betrachte Aktienservice Research die andauernde Marktbereinigung der New Economy für die Softbank Corp. weniger als substanzielles Risiko, sondern vielmehr als große Chance, die führende Marktstellung weiter auszubauen. Zwar würden Venture-Capital-Gesellschaften bspw. unter dem anhaltenden IPO-Stau leiden, was aber allgemein vergessen werde sei die Tatsache, dass sich führende VC-Unternehmen in der aktuell desolaten Marktverfassung sehr preiswert mit fundamental attraktiv bewerteten Engagements eindecken könnten, soweit der Cash-flow hierzu ausreiche, was bei Softbank der Fall sei.
Bis zu den nächsten Geschäftszahlen bewerte Aktienservice Research Softbank Corp. mit "neutral". Langfristig halte Aktienservice Research den Titel für kaufenswert, wobei der Wert insbesondere für strategisch und antizyklisch agierende sowie langfristig ausgerichtete Investoren in Betracht komme. Ungeachtet der besonderen Investmentgelegenheit bei Softbank, die sich langfristig aus den erwähnten Chancen als marktführendes Unternehmen in Bezug auf die anhaltende Marktbereinigung ergeben würden, empfehle Aktienservice Research jedoch, vor einem Investment auf jeden Fall eine nachhaltige Bodenbildung der Technologiemärkte abzuwarten.
Bei einer Erholung der Technologiewerte, die allerdings noch einige Monate auf sich warten lassen könne, räume Aktienservice Research dem Titel ein überdurchschnittliches Erholungspotenzial ein. Langfristig beurteile Aktienservice Research die Softbank-Strategie, sich vornehmlich auf die Geschäftsbereiche in den New-Economy-Schlüsselmarktsegmenten B2B/E-Commerce, Breitbanddienste und drahtlose Kommunikation/mobile Internet-Kommunikation zu fokussieren, als vielversprechend.
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