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Lloyds kaufen 24.02.1999
Hamburgische LB
Lloyds TSB Group übergewichten (Erstrating) Banken Großbritannien
Kursziel 1.050 Pence
WPK-Nr. / Reuters: 871 784/ LLOY.L
Andreas Pläsier Wertpapier-Research Telefon: 040 3333 3299
Gute Marktposition im Heimatland
Die britische Lloyds TSB Group sei 1995 aus der Fusion der Lloyds Bank mit der schottischen TSB Group entstanden, schreiben die Analysten der Hamburgischen Landesbank in ihrer Analyse des Bankwertes. Im gleichen Jahr habe die Lloyds Bank das Realkreditinstitut Cheltenham & Gloucester gekauft. Die Lloyds TSB Group gehöre zu den größten und finanzstärksten Banken Europas. In Großbritannien stehe sie mit einer Bilanzsumme von 162 Mio. £ an vierter Stelle hinter der HSBC Holdings, der Barclays Bank und der National Westminster. Gemessen an der Marktkapitalisierung nehme sie derzeit sogar Platz 1 ein.
Die Lloyds TSB Group biete ein breites Spektrum an Bankdienstleistungen vor allem für Privatkunden an. Schwerpunkte seien das Retail Banking, das Hypothekenkreditgeschäft und das Versicherungsgeschäft. Die Bank sei hauptsächlich im Heimatland aktiv. Im Ausland sei sie in Lateinamerika - mit Filialen in Brasilien, Argentinien und in 10 weiteren südamerikanischen Ländern - , in Neuseeland durch ihre Tochter "The National Bank of New Zealand" und in Australien vertreten.
Erfreuliche Gewinnentwicklung in 1998
Lloyds TSB habe für das Geschäftsjahr 1998 ein erfreuliches Jahresergebnis präsentieren können. Der Vorsteuergewinn sei von 2,9 Mrd. £ auf 3,3 Mrd. £ gesteigert worden. Auf vergleichbarer Basis sei infolge von Sonderrückstellungen ein Minus von 5% auf 3,02 Mrd. £ verbucht worden. Zum positiven Gesamtergebnis habe insbesondere das Kerngeschäft im Inland beigetragen. Hier sei der Gewinn deutlich um 19% auf 2,5 Mrd. £ gestiegen. Die Risikovorsorge für Problemkredite sei um 4% oder 556 Mio. £ angehoben worden. Für das Gesamtjahr werde eine um 30% erhöhte Dividende von 22,2 Pence je Aktie ausgeschüttet.
Belastend habe sich die im ersten Halbjahr getätigte Rückstellung von 400 Mio. £ ausgewirkt. Aufgrund von Geschäften mit Pensionsversicherungen, bei denen Kunden mit angeblich unlauteren Mitteln zum Abschluß einer Altersvorsorge veranlaßt worden seien, habe man insgesamt ein Betrag von 700 Mio. £ zurückgestellt müssen. Bei der Senkung der Kosten habe das Unternehmen auch 1998 Fortschritte erzielt. Die Verwaltungsaufwendungen seien um 2% auf 3,2 Mrd. £ reduziert worden. Die erwarteten Rationalisierungspotentiale infolge der Fusion mit der TSB Group von 400 Mio. £ jährlich seien mit 351 Mio. £ fast erreicht worden.
Akquisitionsphantasie
Die Lloyds TSB Group erwirtschafte mit 93% nach wie vor den überwiegenden Teil ihres Ergebnisses in Großbritannien. Bei ihren bisherigen Akquisitionen habe sich die Bank auf das Inland konzentriert. Im September letzten Jahres habe die Tochter Lloyds Leasing Limited drei Leasing-Gesellschaften von der National Westminster Bank für 11,4 Mio. £ erworben. Im selben Monat sei in Neuseeland durch die dortige Tochtergesellschaft National Bank of New Zealand die Countrywide Banking Corporation von der Bank of Scotland übernommen worden. Infolge der soliden Kapitalbasis sei künftig mit weiteren Zukäufen zur Stärkung der Marktposition oder einem Aktienrückkauf zu rechnen.
Ausblick und Einschätzung
Die Lloyds TSB Group sei mit einer Eigenkapitalrentabilität von fast 33% eine der profitabelsten europäischen Banken. Hinzu komme eine hervorragende Kostenstruktur mit einem Cost-Income Ratio von 45,6%. Mit ihrer primären Geschäftsausrichtung auf Großbritannien seien trotz der dortigen Konjunkturabschwächung zusätzliche Erträge zu erwarten. Zudem rechnen die Experten infolge der Fusion 1999 mit Kosteneinsparungen von ca. 400 Mio. £. Für Akquisitionsphantasie würden die vorhandenen liquiden Mittel sorgen. Da die Lloyds TSB Group im Gegensatz zu anderen Banken nur ein geringes Exposure in Asien und Rußland besitze, werde sie durch die wirtschaftlichen Probleme in diesen Regionen nicht belastet. Allenfalls die Krise in Brasilien könnte ihren Niederschlag im Ergebnis finden. Aufgrund der soliden Ertragsentwicklung sehen die Analysten für Llodys TSB noch weiteres Kurspotential. Die Experten empfehlen sie mit einem Kursziel von 1.050 Pence überzugewichten.
Ergebnis und Dividende in Pence
Ergebnis je Aktie
1997 43,70 1998e 42,40 1999e 46,00
Dividende
1997 17,20 1998e 22,20 1999e 25,50
Fazit: Lloyds TSB habe für das Geschäftsjahr 1998 gute Ergebniszahlen vorgelegt. Ohne Berücksichtigung der Sonderrückstellung von 400 Mio. £ sei das Ergebnis vor Steuern um 14% gesteigert worden. Neben der ausgezeichneten Kostenstruktur sollte die starke Marktposition im Kerngeschäft im Inland 1999 für ein solides Gewinnwachstum sorgen, heißt es. Die Analysten rechnen daher mit einer erneuten Anhebung der Dividende auf 25,50 Pence. Das Kurspotential von Llyods TSB sei nach Auffassung der Analysten noch nicht ausgereizt. Infolge des geringen Engagements in den Emerging Markets und der soliden Ertragsentwicklung erwarten die Aktienanalysten für 1999 einen Gewinnanstieg auf 46 Pence je Aktie. Die Anlageexperten empfehlen die Aktie überzugewichten. Das Kursziel von 1.050 Pence liege 5% unter dem Jahreshöchstkurs von 1998.
Die veröffentlichten Informationen basieren auf allgemein zugänglichen Quellen, die für zuverlässig halten werden. Die hier geäußerten sind unverbindlich. Sie stellen keine Aufforderung und kein Angebot zum Kauf oder Verkauf dar. Die Lektüre dieser Publikation kann eine individuelle Beratung nicht ersetzen. Wir bitten Sie deshalb, sich an Ihren Betreuer bei der Hamburgischen Landesbank zu wenden.
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