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Royal Dutch Marketperformer


11.11.2004
Stadtsparkasse Köln

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Aktie von Royal Dutch (ISIN NL0000009470 / WKN 907505) unverändert mit "Marketperformer" ein.

Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres habe der Konzern den Reingewinn zu laufenden Kosten dank des gestiegenen Ölpreises stärker als erwartet um rund 70 Prozent auf 4,407 Mrd. USD (e: 4,23 Mrd. USD) steigern können. Die Produktion sei im letzten Quartal leicht rückläufig gewesen. Besonders der Upstream-Bereich (Ölförderung), dessen Profitabilität eng mit dem Ölpreis korreliere, sei ein dominierender Faktor für die Ertragslage des Konzerns. Im Jahresverlauf habe der Ölpreis neue historische Höchststände erreicht, mittlerweile habe sich die angespannte Preislage allerdings etwas entspannt. Zweiter wesentlicher Einflussfaktor sei die Währungsentwicklung; der zuletzt schwache USD belaste die Ertragslage.

Die Reserve Replacement Ratio (RRR) habe Royal Dutch zum Halbjahr auf "zwischen 60 und 80%" geschätzt. Damit liege der Konzern deutlich niedriger als die Hauptwettbewerber. Die Kennzahl gebe an, wie viele der verbrauchten Reserven durch die Erschließung neuer Felder ersetzt würden. Idealerweise liege die Zahl bei 100% oder darüber. Mit Hilfe eines umfassenden Investitionsprogramms solle die Kennzahl im Durchschnitt der kommenden 5 Jahre wieder auf über 100% erhöht werden. Das neu geplante Investitionsvolumen für die Jahre 2004 bis 2006 liege nun bei 45 Mrd. USD und solle vor allem dem Ausbau der Öl- und Gasförderung dienen.

Zur Refinanzierung habe der Konzern ein umfassendes Desinvestitionsprogramm angekündigt, demzufolge in den kommenden zwei Jahren vor allem nicht mehr als Kernaktivitäten definierte Unternehmensteile im Wert von bis zu 12 Mrd. USD veräußert werden sollten. Auf der Verkaufsliste stehe u.a. die gemeinsam mit BASF gehaltene Kunststofftochter Basel.


Die Sorgen über mangelnde Wachstumsaussichten des Konzerns seien verstärkt worden, als die als gesichert geltenden Öl- und Gasreserven zu Beginn dieses Jahres mehrfach, insgesamt um mehr als 20% niedriger bewertet worden seien. Es sei ein enormer Vertrauensschaden entstanden, welcher zahlreiche Konsequenzen nach sich gezogen habe. U.a. sei ein Wechsel in der Führungsspitze erfolgt, wo Konzernchef Phil Watts durch Jeroen van der Veer abgelöst worden sei. Zuletzt habe der Konzern angekündigt, weitere 900 Mio. Barrel an Öl- und Gasreserven zu überprüfen, was Befürchtungen vor einer weiteren Umbewertung der Reserven geweckt habe.

Als Folge der Neubewertung der Reserven sei insbesondere die ungewöhnliche Konzernstruktur in die Kritik gerückt. Bislang hätten die Royal Dutch Petroleum (NL, 60%) und die Shell Transport and Trading Company (GB, 40%) gemeinsam unter dem Dach der Royal Dutch/Shell Group of Companies gewirtschaftet. Für Mai 2005 sei nun die Verschmelzung auf ein Unternehmen, die Royal Dutch Shell Plc., geplant. Dieses solle in Großbritannien eingetragen werden, seinen Firmensitz aber in den Niederlanden haben. Die Hauptnotierung werde an der Londoner Börse sein; ein Zweitlisting werde es in Amsterdam geben. Jeroen van der Veer solle auch dem geeinten Unternehmen vorstehen.

Über die neue Konzernstruktur sollten die Aktionäre beider Gesellschaften im April 2005 entscheiden. Zum jetzigen Stand der Dinge sei mit breiter Zustimmung der Anteilseigner zu rechnen. Über den bevorstehenden Aktientausch (noch würden die Aktien der beiden "Muttergesellschaften" getrennt gehandelt) wolle der Konzern Anfang kommenden Jahres detaillierter informieren. Auch für die Indexzugehörigkeit bringe der Konzernumbau Veränderungen mit sich: Die künftige Royal Dutch Shell Plc. werde nicht mehr im EURO STOXX 50, sondern im STOXX 50 enthalten sein. Die Gewichtung im Londoner FTSE 100 solle Schätzungen zufolge von 3,6% auf etwa 9% steigen.

Im Geschäft mit Liquified Natural gas (LNG) sei Royal Dutch weltmarktführend. In dem von hohen Wachstumsraten und guten Margen gekennzeichneten Bereich habe der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 35% der globalen Nachfrage abgedeckt. In Russland sei das Unternehmen über eine Beteiligung am 10 Mrd. US-Gasprojekt in Sachalin gut vertreten.

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bewerten die Aktie von Royal Dutch weiterhin mit "Marketperformer".

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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