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Ariba übergewichten 15.01.2001
Aktienservice Research
Die Analysten von Aktien empfehlen derzeit dem Anleger die Aktien von Ariba (WKN 923835) überzugewichten.
Ariba habe mit positiven Zahlen geglänzt und dennoch massiv verloren. So habe sich das Papier nach Bekanntgabe der Zahlen um knapp 20% ermäßigt und im späten Freitag-Handel bei 35 US-Dollar einen Boden (Vortageskurs: 43 US-Dollar) gefunden. Zurückzuführen sei dies auf eine ganze Reihe negativer Analystenkommentare: So hätten populäre US-Analysten zwar die Quartalszahlen als hervorragend bezeichnet, aber gleichzeitig starke Bedenken geäußert, dass die bisher an den Tag gelegten Wachstumsraten in Zukunft nicht aufrechterhalten werden könnten. Davon abgesehen, dass eine Verlangsamung der Wachstumsdynamik ab einer gewissen Unternehmensgröße selbstverständlich und dieser Aussage daher wenig Neuigkeitswert abzuringen sei, könne kaum verlangt werden, dass ein jährliches Wachstum von über 600% auf lange Sicht fortgesetzt werden könne.
Insofern halte Aktienservice Research die Reaktion der Marktteilnehmer aufgrund vorgenannter Analysteneinschätzungen für stark überzogen. Denn ab einer gewissen Umsatzdimension sollte nicht mehr nur einseitig Wert auf eine möglichst hohe Umsatzsteigerung gelegt werden, sondern auf die Qualität der Erträge. Und hierbei habe Ariba einen deutlich positiven Trend dokumentiert, der selbst die ambitioniertesten Schätzungen der Analysten noch bei weitem übertroffen habe. Vielleicht habe auch die Tatsache, dass keiner der Analysten der populären US-Investmentbanken – bei denen weniger versierte Anleger fälschlicherweise einen Wissensvorsprung vermuten würden – die positive Überraschung kommen gesehen hätten, zu den etwas unverständlichen Downgrades beigetragen.
Zumindest seien diese Downgrades mit Faktoren begründet worden, deren Deutung durch die Analysten andere Beweggründe vermuten lassen würden. So sei eine Liste ehemaliger Kunden aufgegriffen worden, von denen einige nicht mehr existieren würden. Nun, auch Banken hätten Listen von Kunden, die Konkurs hätten anmelden müssen. Jedes Unternehmen habe ehemalige Kunden, denn nicht alle Kunden würden für immer beim gleichen Unternehmen bleiben, schon gar nicht im schnelllebigen Internet. Die bewusst negative Deutung eines wirtschaftlich völlig gewöhnlichen Vorgangs – wobei Ariba zudem noch deutlich über den Erwartungen liegende Zahlen vorlegt habe – deute nach Einschätzung von Aktienservice Research stark darauf hin, dass entsprechende US-Investmentbanken sich vor der großen Erholung an der Nasdaq noch einmal günstige Einstiegskurse verschaffen wollten. Einstiegskurse, die nach Vermutung von Aktienservice Research nie wieder gesehen werden könnten.
Bekanntlich würden viele US-Investmentbanken ein derartiges Research steuern, um sich selbst oder ihren Kunden einen preiswerten Einstieg zu ermöglichen. Juristisch unantastbar, sei dieses manipulative Vorgehen der US-Investmentbanken am Markt jedoch hinreichend bekannt. Ob dies im aktuellen Fall nun zutreffe oder nicht, müsse jeder Investor für sich selbst entscheiden. In fundamentaler Hinsicht zumindest sei der Titel mit Abstand der attraktivste im B2B-Segment. So erwarte Aktienservice Research für 2001 ein EPS von 26 Cent und für 2002 von 51 Cent. Mit einem erwarteten KGV auf Basis des laufenden Geschäftsjahres von 135 und von 70 für das kommende, sei der Titel allgemein betrachtet zwar zu hoch bewertet, im B2B-Segment jedoch der günstigste. Aktienservice Research stufe den Titel daher von "neutral" auf "übergewichten" hoch.
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