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Nomura kaufen


04.01.2001
Münchner Börsenbrief

Die Durchsuchung japanischer Investmenthäuser hat bei Nomura Securities (WKN 857054) Ende Dezember im Ergebnis zu der härtesten Strafe geführt, die bisher für einen japanischen Broker verhängt wurde, das berichten die Experten vom Münchener Börsenbrief.

Das Aufsichtsamt für den Wertpapierhandel (FSA) habe drei Monate lang Nomura Securities, Nomura Asset, Nomura Trust & Banking und Nomuras Filialen in Übersee inspiziert. FSA werfe Nomura vor, dass für zwei Überseekunden über 200 Transaktionen durchgeführt worden seien, obwohl das Unternehmen nur einen Beraterstatus innehatte. Zur Strafe müsse das Investmenthaus bis Ende März Teile seiner Vermögensverwaltungen ruhen lassen.


Die Meldung habe für viel Aufsehen gesorgt, aber wenig Auswirkungen auf den Kurs gehabt, da Nomura Securities lediglich eines von vielen Häusern sei, denen Unregelmäßigkeiten vorgeworfen würden. Nomura sei seit Mai bereits die achte Firma, die eine Strafe auferlegt bekommen habe. Vorher seien die Inspektoren bei Merrill Lynch, der Deutschen Bank, der WestLB Securities, Kankaku Securities und Crédit Lyonnais gewesen.

Nomura Securities sei derzeit mit einem KGV von 22 bis 24 bewertet, was nach Meinung der Experten aufgrund des starken Wachstums gerechtfertigt sei, obwohl sie über dem Durchschnitt der amerikanischen Konkurrenten liege. Die meisten Analysten würden mit einem durchgängig schlechteren Jahr rechnen, was an der Einschätzung für das kommende Fiskaljahr zu erkennen sei.

Die Experten des Münchener Börsenbriefes teilen diese Meinung nicht. Die wirklich wichtigen Quartale für das Gesamtergebnis seien erst am Ende des kommenden Fiskaljahres zu erwarten. Im Hinblick auf die negative Stimmung an den Finanzmärkten sei eine weitere Erosion des Kurses möglich, wenngleich von untergeordneter Bedeutung.

Die Analysten des Münchener Börsenbriefes bleiben bei ihrer Kaufempfehlung für die Aktie.




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