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Palm Kursabschlag


21.12.2000
Investor-Village

Der weltgrößte Handheldhersteller Palm (WKN 931982) gab gestern nach Börsenschluss in den USA seine Quartalszahlen bekannt, das berichten der Experte Ole Mörk von Investor-Village. Das Ergebnis habe über den Erwartungen gelegen. Analysten hätten im Schnitt mit 4 Cents Gewinn pro Aktie für das vergangene Quartal gerechnet. Palm habe einen Nettogewinn von 5 Cents pro Aktie verkündet.

Nach 15,5 Mio. $ Nettogewinn im Vergleichszeitraum des Vorjahres habe Palm in diesem Quartal 27,5 Mio. $ Gewinn verbuchen können. Das entspreche einer Steigerung von 77%. Der Umsatz habe sich von 258,6 Mio. $ auf 522,2 Mio. $ verbessert. Die Umsätze seien also um 102% gestiegen. Da die Umsätze schneller gestiegen seien als der Nettogewinn, habe sich die Nettogewinnmarge etwas verringert. 1999 hätte man noch 6,00% vom Umsatz als Reingewinn verbuchen können. Nun seien es nur noch 5,27%.

Im vergangenen zweiten Quartal des Geschäftsjahres habe man mehr als 2,1 Millionen Geräte verkauft, 45% mehr als im Quartal zuvor. Da habe man 1,5 Millionen Geräte an den Mann bringen können. Insgesamt habe die Firma aus Santa Clara nun fast 10,9 Millionen Palm Pilots verkauft. Ein Sprecher von Palm habe gesagt, vor allem Unternehmen und Schulen würden verstärkt mobile Datenverarbeitungsgeräte kaufen. Auf diesem Gebiet sei Palm führender Hersteller. 70% aller verkauften Handhelds seien Palm-Produkte.

Der Nachfragerückgang im PC-Sektor berühre Palm nicht, so der Palm-Sprecher weiter. Das rückläufige Interesse an PC habe vor allem finanzielle Gründe. Personal Computer seien teuer. Ein Palmtop jedoch koste nur ein Bruchteil eines großen PC. Die Hemmschwelle, sich ein solches Gerät zu kaufen, liege niedriger.


Microsoft, Compaq, Dell und Intel mussten jüngst Umsatz- und Gewinnwarnungen herausgeben, so der Analysten Ole Mörk. Diese Firmen würden das Zubehör und die Komponenten der Geräte herstellen, beziehungsweise die PC zusammenbauen. Sinkende Nachfrage drücke den Preis und somit die Gewinne der Firmen. Palm sei hiervon nicht betroffen. Es sei keine Warnung herausgegeben worden. Die Gewinnschätzungen der Analysten seien nicht verfehlt worden, die Schätzungen seien übertroffen worden.

Der Kurs sei im gestrigen Handelsverlauf um 13% gesunken und verlor im nachbörslichen Handel weitere 16% (!!). Der Wert einer Aktie sank innerhalb eines Tages um fast 30%. „Ist das der Dank für 100% Umsatzwachstum und 77% Gewinnwachstum eines marktführenden Unternehmens?“ So der Analyst. Man suche nach Begründungen. Im nachhinein hätten man verkündet, die sogenannten Flüsterschätzungen hätten bei 6 Cents pro Aktie gelegen. Dieses Ziel hätte Palm weit verfehlt.

Grund für den herben Absturz seien auch die Äußerungen des Finanzvorstands Judy Bruner gewesen. Saisonale Gründe würden im nächsten Quartal die Umsätze leicht fallen lassen. Für das im Februar endende Quartal würden zwischen 465 und 490 Millionen Dollar angepeilt. Die Gesamtjahresumsätze würden wohl zwischen 1,9 und 2,0 Milliarden Dollar liegen. Das wäre aber im schlimmsten Fall "nur" ein Wachstum von 80% im Vergleich zum Vorjahr.

Das Palm-Betriebssystem Palm OS nehme einen weltweiten Marktanteil von knapp 80% ein. Lizenznehmer seien u.a. Handspring (der größte Konkurrent himself), IBM, Sony, Samsung und Nokia.Betriebssystem-Konkurrent Microsoft baue seinen Marktanteil zwar stetig aus, komme aber im Moment nur auf 17%.

Der Analyst Ole Mörk gibt zu, dass ein KGV von 180 auf Basis der Gewinne des laufenden Jahres nicht gerade niedrig ist. Aber war der Kursabschlag gestern nicht etwas zu hoch? So der Analyst.




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