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Shell halten 14.04.2005
HSH Nordbank AG
Die Analysten der HSH Nordbank AG nehmen für die Aktie von Shell T&T (ISIN GB0008034141 / WKN 852278) ein Upgrade von "verkaufen" auf "halten" vor.
Royal Dutch habe in den vergangenen Monaten vor allem durch die zahlreichen Reservenrevisionen im Fokus gestanden. Trotz dieser Probleme gehöre das Unternehmen nach wie vor zu den größten Gesellschaften der Welt. Im Jahr 2004 habe es einen Nettogewinn von 18,2 Mrd. USD (+48%) erwirtschaftet. Der Geschäftsbereich Exploration & Production habe 9,3 Mrd. USD zum operativen Gesamtergebnis beigesteuert. Hintergrund für den vergleichsweise schwachen Gewinnanstieg um nur 4,4% sei eine höhere Steuerbelastung und der desinvestitionsbedingte Rückgang der Produktion um 3,4% auf 3,77 Mio. bpd gewesen. Dagegen hätten sich die Rekord-Raffineriemargen in einer Explosion des Ergebnisses im Downstreambereich um 164% auf 7,5 Mrd. USD niedergeschlagen. Das Gas & Power-Geschäft habe 2,2 Mrd. USD (-5,9%) und der Bereich Chemie 0,9 Mrd. USD (VJ: -0,2) zum Gesamtergebnis beigetragen.
Royal Dutch habe im Jahr 2004 fünfmal die Reservenstatistik um insgesamt 6,2 Mrd. boe nach unten korrigieren müssen. Mit den verbliebenen Reserven von 11,9 Mrd. boe stelle sich die Reserven-Lebensdauer damit auf nur noch 8,6 Jahre. Bei den anderen Unternehmen des Analystenuniversums liege diese Kennzahl bei zwölf bis 13 Jahren. Royal Dutch verfüge über mehrere große Projekte in Westafrika, Russland und Kasachstan. Viele dieser Unternehmungen würden jedoch erst ab 2008 mit der Produktion beginnen und somit die Reservenstatistik verbessern. Kurzfristig rechne Royal Dutch daher für 2005 und 2006 nur mit einem Fördervolumen von 3,5 bis 3,8 Mio. bpd, während für 2009 3,8 bis 4 und für 2014 sogar 4,5 bis 5 Mio. bpd angepeilt würden.
Im Downstream- und Chemiegeschäft wolle Royal Dutch die Reorganisation fortführen. Unter anderem durch die Zusammenführung beider Geschäftsbereiche sowie den Verkauf einiger Assets solle so die Rentabilität deutlich gesteigert werden. Außerdem erziele das Unternehmen dadurch Cash-flows, die für den teuren Aufbau der o.g. Upstreamprojekte genutzt würden.
Aus fundamentaler Sicht dürfte Royal Dutch das Thema Reserven hinter sich gebracht haben und auf die vielversprechenden Projekte der Zukunft schauen. Diese seien aus heutiger Sicht jedoch noch weit weg und daher mit Risiken und hohem Investitionsbedarf verbunden. Kurzfristig seien die Aussichten bei anderen Unternehmen des Sektors attraktiver. Unterstützt würden Royal Dutch- und Shell-Aktien jedoch durch die für Mitte des Jahres geplante Zusammenlegung beider Unternehmensteile. Dies führe dazu, dass Shell-Papiere im britischen FTSE-Index ein deutlich höheres Gewicht erlangen würden und somit Fonds ihre Positionen durch Zukäufe anpassen müssten. Außerdem habe das Unternehmen angekündigt, in 2005 das Aktienrückkaufprogramm von 2 auf 3 - 5 Mrd. USD auszuweiten.
Vor diesem Hintergrund stufen die Analysten der HSH Nordbank die Shell T&T-Aktie mit "halten" ein. Das Kursziel sehe man bei 480 GBp.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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