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Chase Manhattan und J.P. Morgan 18.12.2000
Hornblower Fischer
Die kurz vor dem Zusammenschluss stehenden US-Bankkonzerne Chase Manhatten (WKN 850628) und J.P. Morgan (WKN 858026) haben am vergangenen Donnerstag eine Gewinnwarnung für das vierte Quartal bekannt gegeben, berichten die Analysten von Hornblower Fischer.
Die Institute würden dies mit den rückläufigen Finanzmärkten, höheren Integrationskosten und sinkenden Einnahmen aus dem Wertpapierhandel begründen. Die zweitgrößte US Bank Chase Manhatten habe im September erklärt, das fünftgrößte Finanzinstitut J.P. Morgan, übernehmen zu wollen. Die Aktionäre würden darüber am 22. Dezember abstimmen. Nach Einschätzungen der Banken seien die First Call-Schätzungen für das vierte Quartal bei Chase (Gewinn von 78 Cent) und JPM (Gewinn 2,62 USD) zu optimistisch.
Unter den rückläufigen Handelsaktivitäten habe besonders das private equity-Geschäft von Chase Manhatten gelitten, welches in den vergangenen Quartalen mit kräftigen Gewinnen aufwarten konnte. Darüber hinaus habe sich die Abhängigkeit beider Institute von den Handelseinnahmen und der führenden Position im Geschäft mit Aktienemissionen und der Ausgabe hochverzinslicher Rentenpapiere negativ ausgewirkt. In Reaktion auf das Ergebnis hätten die Banken erklärt, dass der Arbeitsplatzabbau, entgegen der ursprünglichen Prognose mit 5000 oder mehr als 15% der Belegschaft, höher ausfallen werde.
Trotz der Ertragswarnung stimme die Analysten von Hornblower Fischer es optimistisch, dass im Gegensatz zur Bank of America, die vor rund zwei Wochen die Investoren ebenfalls mit einer Gewinnwarnung überraschte, das Kreditportfolio relativ gut performt habe. Die Zuversicht werde ferner dadurch gestärkt, dass die Synergien, die im Zuge des Fusionsprozesses in den kommenden zwei Jahren zu erwarten seien, auf 1,9 bis rund 3 Mrd. USD nach oben angepasst worden seien. Allerdings sehe sich der vor der Fusion stehende Konzern vor der Herausforderung, im Investmentbanking höhere Marktanteile zu gewinnen.
Da die Aktie von der Aussicht auf sinkende Zinsen zumindest auf mittlere Sicht mehr beeinflusst werden sollte als von der zuletzt geäußerten Gewinnwarnung, stufen die Analysten von Hornblower Fischer beide Institute in einer erstmaligen Einschätzung auf accumulate.
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