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Böhler - Uddeholm neutral 04.12.2000
RZB Österreich
Der österreichische Stahlproduzent Böhler - Uddeholm (WKN 894577) habe in den ersten 9 Monaten 2000 einen Umsatzrekord von 1,1 Milliarden Euro (+ 15% im Jahresvergleich) erzielt, so die Analysten der Raiffeisenzentralbank Österreich. Im Rückenwind der Konjunktur seien auch die Ergebnisse überproportional gestiegen. Das EBIT sei um 74,4 % auf 95,9 Mio. € gewachsen.
Der 15%-ige Umsatzanstieg sei vom Langproduktebereich und dessen verbessertem Produkt-Mix dominiert gewesen, auf den 66% der erzielten Umsätze gefallen seien. Die EBIT-Marge sei von 5,8% im Vorjahr auf 9% gestiegen. Sehr ertragsstark hätten sich die Bereiche Bandprodukte und Schmiedetechnk gezeigt, deren EBIT - Margen 14,8% bzw. 13,8% betragen hätten. Auch die erfolgreiche Restrukturierung des Geschäftsbereiches Schweißtechnik habe erste Erfolge gezeigt. Es wurde eine EBIT-Marge von 5,8% erzielt. der Verkauf dieser Sparte sei aufgrund der schwierigen Marktverhältnisse vorläufig zurückgestellt worden.
Das bestimmende Thema abseits der Zahlen bleibe jedoch die geplante Akquisition der Edelstahlwerke Witten Krefeld und die Kooperation mit der Vertriebsseite von Material Services von Thyssen Krupp, das man nur als „never ending story“ bezeichnen könne. Im April sei bereits die Absichtserklärung unterzeichnet worden. Das bisherige Ausbleiben einer Entscheidung, trotz Versicherung der Firmenleitung, daß eine solche so schnell wie möglich getroffen werden solle, zehre an den Nerven der Investoren, was sich am Kursverlauf der Aktie ablesen lasse. Der Deal würde den weltweiten Marktanteil von Böhler - Uddeholm im Werkzeugstahlmarkt auf 40% erhöhen und ein Umsatzwachstum von ca. 510 Mio. Euro bedeuten.
Böhler - Uddeholm weise auf Basis der Schätzungen 2001 eine fundamental günstige Bewertung (KGV 7,6; Kurs/Buchwert - Verhältnis 0,7; Kurs/EBIT - Verhältnis 5,9) auf. Die bevorstehende Akquisition relativiere aber diese Kennzahlen. Nach Meinung der Analysten der Raiffeisenzentralbank sei ein Großteil des Akquisitions- und Kaufpreisrisikos im derzeitigen Kurs der Aktie enthalten. Ein scheitern der Gespräche könne den Kurs daher kurzfristig auf ca. 40 € heben. Der Kursverlauf bei einem positiven Ausgang hänge von den Kaufbedingungen ab. Solange die Unsicherheit über den Ausgang der Verhandlungen anhalte, stufe man Böhler jedenfalls weiterhin als neutral ein.
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