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ING Groep akkumulieren


23.11.2000
Hornblower Fischer

Der nach Marktkapitalisierung drittgrößte europäische Finanzkonzern, ING Groep (WKN: 881111) habe am vergangenen Montag überzeugende Zahlen vorgelegt, so die Experten von Hornblower Fischer.

In den ersten neun Monaten 2000 habe der Allfinanzkonzern seinen operativen Gewinn gegenüber dem Vergleichszeitraum um 26,2% auf 3,05 Mrd. Euro oder einem Gewinn je Aktie auf 3,18 (2,51) Euro steigern können. Dabei habe die ING in allen Kernbereichen ein starkes Wachstum vermelden können. Während das Investmentbanking der niederländischen Gruppe von höheren Einnahmen aus Provisionen und Finanztransaktionen begünstigt worden sei, habe der Versicherungsbereich von der gestiegenen Nachfrage nach Lebens- und Nicht-Lebensversicherungsprodukten profitiert.


Dagegen seien die Zuwachsraten in der Vermögensverwaltung exklusive der im laufenden Jahr übernommenen ReliaStar mit 9,7% relativ enttäuschend ausgefallen. Verglichen mit dem Jahresanfang habe das von ING verwaltete Vermögen um 24,3% auf 613 Mrd. USD erhöht werden können. Das Management habe erneut bekräftigt, die Gewinnerwartung für das Gesamtjahr zu erfüllen, vielmehr wolle die niederländische Gruppe den Gewinn je Aktie in 2000 um mindestens 20% steigern.

Die Analysten von Hornblower Fischer beurteilten die Aussichten des Finanzkonzerns weiterhin günstig. Ihr Optimismus werde zudem durch die Tatsache beflügelt, dass ING – wie jüngst vermeldet- ihr US-Investmentgeschäft (ING Barings) zu veräußern gedenke. Damit würde sich ING allerdings auch vom lukrativen Underwriting-Geschäft in Lateinamerika (LA) verabschieden. Trotzdem mache dieser Schritt Sinn, da der Konzern in LA nicht mit den dort stark vertretenden J.P. Morgan, Merrill Lynch und Chase Manhatten mithalten könne und im M&A-Business seit jeher keine große Rolle gespielt habe. Ferner stehe eine Umstrukturierung der Barings-Aktivitäten in Europa an.

Ungeachtet dessen erwarten die Analysten von Hornblower Fischer, dass ING im lateinamerikanischen Raum ihren Fokus zukünftig stärker auf den Verkauf von Investmentprodukten ausrichten werde. Sie beurteilten den Schritt des Konzerns, sich als ein starker versicherungslastiger Anbieter zu positionieren als positiv und würden empfehlen die Aktie weiterhin zu akkumulieren.




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