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Vinci verkaufen 03.03.2005
Helaba Trust
Die Analysten von Helaba Trust empfehlen weiterhin, die Aktien von Vinci (ISIN FR0000125486 / WKN 867475) zu verkaufen.
Die Gesellschaft habe Zahlen für das Geschäftsjahr 2004 veröffentlicht.
Das Unternehmen habe in den vergangenen Jahren das profitable Wachstum in beeindruckender Weise beschleunigen können. Auch im zweiten Halbjahr 2004 habe der Konzern Kurs gehalten. So sei der Umsatz um 9% gestiegen. Gleichzeitig habe auch die EBITDA-Marge mit 11,8% ein neues Hoch erreicht.
Im Bereich Energie habe der Konzern mit einem Anstieg des EBITA von 80 auf 130 Millionen Euro geglänzt. Die dadurch erzeugte Dynamik beim Konzern-EBIT habe nicht ganz bis zum bereinigten Nettoergebnis durchgehalten werden können. Dies habe in erster Linie an Sonderaufwendungen gelegen. Der drastische Rückgang der Nettofinanzaufwendungen hänge mit einem Buchgewinn in Höhe von 95 Millionen Euro aus dem Verkauf von Zukaufsrechten für ASF-Aktien zusammen. Diesen würde man mit 62 Millionen Euro beim Nettoergebnis bereinigen. Vinci sei hier mit 23% beteiligt.
Für die folgenden Jahre habe dies vorteilhafte Auswirkungen auf den Überschuss. So werde Vinci erlaubt, die Beteiligung at equity zu konsolidieren. Den dauerhaft positiven Nettoeffekt schätze man auf knapp 50 Millionen Euro. Ergebniserhöhend wirke ab 2005 auch der Wegfall der planmäßigen Goodwillabschreibungen. Zudem erwarte man nun auch eine Gewinnsteigerung von 5 bis 10% aus dem laufenden Geschäft. Zuvor sei man hier skeptischer gewesen. Anlass für das Umdenken sei die völlig überraschende Ertragswendung der zuvor problematischen Energiesparte und der hohe Auftragsbestand im Bereich Construction. Andererseits könne der Frost der vergangenen Wochen insbesondere beim Straßenbau zu einem holprigen Start ins neue Geschäftsjahr geführt haben. Für 2006 habe man eine Parallelverschiebung nach oben vorgenommen. Allerdings bleibe man der Meinung, dass der boomende französische Baumarkt die Gefahr des Heißlaufens in sich berge.
Trotz höherer Prognosen würden sich die Multiplikatoren für 2006 immer noch 30 bis 40% über dem Durchschnittsniveau der Jahre 2000 bis 2004 liegen und seien aus einem engen Schwankungsband weit nach oben ausgebrochen. Zudem gehe man davon aus, dass die wieder erstarkten und inzwischen ähnlich aufgestellten Konkurrenten versuchen würden, den Franzosen ihre Stellung zunehmend streitig zu machen.
Auch der Vertrauensaufschlag bei den Bewertungskennzahlen halte einer tieferen Analyse nicht ohne weiteres Stand. Selbst bei einer der erfolgreichsten Fusionen der letzten Dekade in anderen Branchen, der Pharmagruppe Novarits, sei keine Ausweitung der Bewertung zu beobachten. Vielmehr bewege sich der Kurs im Einklang mit der Ertragsdynamik. Bei Vinci sei der Börsenwert hingegen signifikant vorgelaufen. Im übrigen müsse auch der hohe Anteil ausübbarer Aktienoptionen von Führungskräften die Bewertung dämpfen. Zur Vermeidung von Verwässerungseffekten müssten gleichzeitig Aktienrückkäufe durchgeführt werden.
Die Analysten von Helaba Trust empfehlen weiterhin, die Aktien von Vinci zu verkaufen.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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