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Converium untergewichten


18.02.2005
Zürcher Kantonalbank

Die Analysten der Zürcher Kantonalbank empfehlen die Aktie von Converium Holding (ISIN CH0012997711 / WKN 766465) unterzugewichten.

Converium berichte über die Januar-Erneuerungsrunde 2005 in der Sach- und Haftpflichtrückversicherung und gebe bekannt, dass inzwischen 63% des Portfolios oder USD 1.243 Mio. Prämien erneuert seien. Da sich Converium Reinsurance North America seit Mitte 2004 im Run-Off (Stilllegung) befinde und somit nicht mehr zum Kerngeschäft gehöre, sei dieses Geschäftsvolumen nicht überraschend deutlich geringer als in früheren Jahren. Auf der Basis dieser Vorgabe und den Aussichten auf die anstehenden Erneuerungsrunden im April und Juli (betreffe v. a. die Geschäfte in Japan und teilweise in UK) rechne Converium für 2005 mit einem Prämienvolumen von total brutto mehr als USD 2 Mrd.

Diese Einschätzung liege leicht über den auf 100% aufgerechneten schon erneuerten Prämien. Abhängig von der Selbstbehaltquote (neu voraussichtlich höher) sei netto für das Gesamtjahr mit einem Prämienvolumen von rund USD 1,7 Mrd. in der Nichtlebensversicherung zu rechnen. Der Geschäftsverlust infolge der derzeit angespannten Unternehmenssituation sollte sich damit im Rahmen der Erwartungen bewegen.


Das weggefallene Prämienvolumen des Nichtleben-Kerngeschäftes belaufe sich auf insgesamt USD 963 Mio. und teile sich auf in die Kategorien "nicht erneuerte oder restrukturierte Geschäfte" und "Reduktionen infolge von Anteilsverlusten oder Preisrückgängen". Mit einem Prämienvolumen von USD 655 Mio. überwiege die erste Kategorie dabei klar. Von den USD 308 Mio. der zweiten Kategorie falle der Grossteil auf Anteilsverluste (rund USD 250 Mio.). Diesen deutlichen Abflüssen stehe ein Neuprämienzufluss von USD 216 Mio. gegenüber, der sich auf tatsächlich neues Geschäft verteile und solches, das restrukturiert worden sei (z.B. vorher proportionale Verträge, jetzt nichtproportionales Geschäft). Die genaue Aufteilung sei allerdings nicht bekannt. Der überwiegende Teil davon dürfte das restrukturierte Geschäft betreffen und sei damit nicht effektiv neu.

Die Entwicklung sehe für die einzelnen Geschäftssparten sehr unterschiedlich aus. Während die Erneuerungsraten in den kurz laufenden Geschäften (v.a. Sach-, Luftfahrt-, Seefahrtversicherung) mit mehr als zwei Dritteln recht hoch seien, seien diese in anderen Segmenten dagegen sehr tief. Dies betreffe erwartungsgemäß grundsätzlich die länger laufenden Geschäfte oder solche, die sehr ratingsensitiv seien. Im Falle von Converium gelte dies nicht nur für das Haftpflichtgeschäft, sondern vor allem auch für das Kredit & Kautions-Geschäft. Die Erneuerungsrate sei hier mit 28% denn auch ausgesprochen tief.

Die Befürchtungen eines überstarken Kundenverlustes hätten sich mit der Januar-Erneuerungsrunde zwar nicht bestätigt. Wichtiges bleibe dennoch offen. Dies betreffe vorab die Ratingsituation, die mit BBB+ keine nachhaltige Geschäftsgrundlage bilde. Eine Heraufstufung sei zurzeit nicht in Sicht.

Die Analysten der Zürcher Kantonalbank stufen die Aktie von Converium mit "untergewichten" ein.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen gehörte einem Konsortium an, das die innerhalb von fünf Jahren zeitlich letzte Emission von Wertpapieren der Gesellschaft übernommen hat. Weitere mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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