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Repsol Marketperformer 10.11.2000
LB Baden-Württemberg
Die ursprünglich verstärkt im Downstream-Bereich und Gasversorgungsgeschäft tätige spanisch-argentinische Repsol-YPF (WKN 876845) habe sich durch die letztjährige Übernahme der insbesondere auch im Upstream-Bereich starken argentinischen YPF zu einer der zehn größten integrierten Ölgesellschaften der Welt entwickelt, so die Experten der LBBW.
Der Energiekonzern habe in den ersten neun Monaten diesen Jahres sein Betriebsergebnis um über 180 % auf 4,6 Mrd. Euro gesteigert. Das adjustierte Nettoergebnis sei im gleichen Zeitraum um 189 % auf über 2,0 Mrd. Euro und habe damit im Rahmen ihrer Erwartungen gelegen. Verantwortlich für dieses ausgezeichnete Ergebnis seien vor allem die stark gestiegenen Rohöl- und Gaspreise sowie die stark verbesserten und sich auf einem hohen Niveau befindenden Raffinerie-Margen gewesen. Leicht bedenklich fänden die Analysten die etwas unter ihren Prognosen liegende Öl- und Gasproduktion.
Angesichts des sich aktuell auf einem Niveau von über 30 USD je Barrel Brent befindenden Ölpreises erwarteten die Experten der LBBW für das letzte Quartal 2000 eine nochmalige Bestätigung der im laufenden Jahr gezeigten sehr positiven Ergebnisse. Während sie für das gesamte Geschäftsjahr 2000 ein Rekordergebnis von 2,8 Mrd. Euro erwarteten, prognostizierten die Spezialisten unter der Annahme eines ab dem zweiten Quartal 2001 zurückgehenden Ölpreises einen Ergebnisrückgang um 16 % auf knapp 2,4 Mrd. Euro. Ergebnisbelastend dürften sich die leicht rückläufigen, aber auf hohen Niveau befindenden Raffinerie-Margen sowie abschwächende Cracker-Margen im Chemiebereich auswirken. Die für Repsol-YPF größte Gefahr schlummere in der mit 21,4 Mrd. Euro sehr hohen Nettoverschuldung.
Bei einem aktuellen Verschuldungsgrad von 51,0 % könnten weitere Großinvestitionen das bereits sehr hohe negative Finanzergebnis zusätzlich belasten. Abgesehen von kleineren Desinvestitionen in England habe als jüngster Expansionsschritt eine Vereinbarung im lukrativen Upstream-Bereich mit BP in Trinidad und Tobago abgeschlossen werden können. Dieses Abkommen sichere einen 10-%-Anteil an den gesamten BP-Reserven in dieser Region und könne bis 2003 noch um weitere 30 % erhöht werden.
Trotz der aktuell hervorragenden Ertragssituation und Wettbewerbspositionierung sei die Aktie von Repsol-YPF durch den verloren gegangenen Übernahmekampf um den spanischen Energieversorger Iberdrola sowie durch die politische und wirtschaftliche Unsicherheit in Argentinien unter Druck geraten. Aufgrund der Erwartung rückläufiger Gewinne in 2001 stuften die LBBW-Analysten die Aktie von Outperformer auf Marketperformer zurück. Innerhalb der Ölbranche bleibe Repsol-YPF aufgrund der günstigen Bewertung für sie die erste Wahl.
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