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AXA akkumulieren


13.10.2000
Nord LB

Die Analysten der NordLB stufen die Aktien der französischen Versicherung AXA (WKN 855705) mit „Akkumulieren“ ein.

Das Unternehmen sei 1997 aus der Fusion der französischen Versicherer AXA und UAP entstanden. Nach der jüngsten Übernahme in Japan sei AXA gemessen an den Beitragseinnahmen die weltweit größte Versicherungsgruppe. Innerhalb von zwei Jahrzehnten habe sich die AXA von einer regionalen Versicherung zu einem der einflussreichsten Unternehmen in Frankreich entwickelt.


Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres verzeichne AXA einen Anstieg der Beitragseinnahmen um 29 % auf 41 Mrd. Euro. Hiervon würden 21,4 Mrd. Euro aus dem Lebensversicherungsbereich stammen. Insbesondere Frankreich (plus 36 %) und Belgien (plus 25 %) hätten sich freundlich entwickelt. Gerade diese beiden Länden würden jedoch einen Beitragsrückgang im Schaden- und Unfallgeschäft ausweisen. Insgesamt würden die Prämien in diesem Segment jedoch um 22 % auf 8,4 Mrd. Euro zulegen. Der Halbjahresgewinn der AXA nach Abzug der Anteile Dritter stelle sich bei 1,21 Mrd. Euro ein und liege damit 3,3 % über der Vorjahresperiode. Allerdings ergebe sich auf Basis eines vergleichbaren Konsolidierungskreises ein Ergebnisrückgang um 18 %. Der operative Gewinn nach Abzug der Anteile Dritter zeichne mit einer Verbesserung von 0,92 auf 1,19 Mrd. Euro (plus 29 %) ein günstigeres Bild.

AXA verkaufe ihre Investmentbankentochter Donaldson, Lufkin & Jenrette (DLJ) in den USA an die Credit Suisse First Boston. AXA erhalte insgesamt die Summe von 9 Mrd. Euro als Gegenleistung, davon 2,7 Mrd. Euro in Bar sowie 6,3 Mrd. Euro in Form von Aktien der Credit Suisse Gruppe. Damit halte AXA etwa 8 % der Credit Suisse. Die vollständige Übernahme von AXA Financial diene der Stärkung des US-Anteils am Lebensversicherungs- und Vermögensverwaltungsgeschäft. Außerdem könne so das volle Synergiepotential des AXA-Engagements in den USA ausgeschöpft werden und weitere Zukäufe würden erleichtert.

Mit dem Verkauf von DLJ in den USA und dem Übernahmeangebot für den Minderheitsanteil an AXA Financial setze AXA konsequent ihre fokussierte Strategie fort. Allerdings würden sich hierdurch kurzfristig Belastungsfaktoren ergeben, die sich negativ auf den Kurs auswirken könnten. Nach Meinung der Landesbanker würden sich für den mittelfristigen Anleger in schwachen Phasen interessante Kaufgelegenheiten bieten.




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