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LVMH Marketperformer


13.10.2000
LB Baden-Württemberg

Louis Vuitton Moët Hennessy (WKN 853292) habe den Konzernumsatz im dritten Quartal 2000 zu jeweils 28 % mit Mode und Lederwaren bzw. mit Duty-Free- und Kosmetik- Einzelhandel, 20 % mit Champagner, Wein, Cognac und Spirituosen, 18 % mit Parfum und Kosmetika sowie 6 % mit Uhren und Schmuck erwirtschaftet, so die Experten der LBBW. Dabei sei der Konzern mit 34 % des Umsatzes in Europa, 32 % in Asien, 28 % in den USA und 6 % im Rest der Welt tätig gewesen.

Der Luxusgüterhersteller habe den Konzernumsatz im dritten Quartal um 35 % bzw. in den ersten neun Monaten um 38 % gesteigert und damit abermals über den Erwartungen der Analysten gelegen. Zu dieser positiven Entwicklung hätten Wechselkurseffekte 13 % und Akquisitionen 15 % beigetragen. Das kräftige Wachstum sei insbesondere von der anhaltend hohen Nachfrage nach Louis-Vuitton-Produkten, der internationalen Expansion des Duty-Free- und Kosmetik-Einzelhandels, der Einführung attraktiver neuer Kosmetika und Parfums sowie den sehr starken Zuwächsen in Asien bestimmt worden.

Für das Gesamtjahr erhöhten die Experten der LBBW ihre Umsatzschätzung leicht und erwarteten jetzt eine Steigerung der Konzernerlöse um 31 %. Bis LVMH die zweite Herstellungsanlage für LouisVuitton im kommenden Jahr einsetzen könne, werde der Absatz dieser Produkte geringere Wachstumsraten aufweisen. Aufgrund der Investitionen in die Integration der Akquisitionen, in die Internationalisierung des Vertriebsnetzes sowie in den Aufbau der zwei eCommerce-Plattformen sephora.com und eLUXURY.com rechneten die Experten weiterhin mit einem unterproportionalen Wachstum des operativen Gewinns vor Goodwillabschreibungen und des Ergebnisses pro Aktie um 26 % bzw. um 19 %. Im kommenden Jahr dürfte sich die operative Marge jedoch durch wesentlich geringere Kosten für den eCommerce und das Erreichen schwarzer Zahlen im Einzelhandel wieder kräftig verbessern und einen operativen Gewinnanstieg um 16 % bzw. pro Aktie um 21 % erlauben. Gleichzeitig erwarteten die Experten der LBBW einen 11 % höheren Konzernumsatz. Weitere wahrscheinliche Akquisitionen hätten sie dabei aufgrund ihrer Unwägbarkeit nicht berücksichtigt

Trotz der abermals sehr guten Quartalszahlen behielten die Analysten der LBBW ihre vorsichtige Einstellung gegenüber der Aktie aufgrund von Befürchtungen über ein Abflauen der Luxusgüterkonjunktur und der Währungsvorteile sowie über eine teilweise Abschwächung der Margen bei und stuften den Titel weiterhin als Marketperformer ein.


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