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Watson Pharmaceuticals verkaufen


13.09.2000
Hornblower Fischer

Watson Pharmaceuticals (WKN 885798) entwickelt und vermarktet generische Nachfolgeprodukte für Medikamente, deren Patentschutz abgelaufen ist, berichten die Analysten von Hornblower Fischer.

Dabei konzentriere sich das Unternehmen auf Medikamente aus therapeutischen Bereichen, die langfristig stabiles Wachstum versprechen. Der Fokus liege auf Produkten für die Behandlung von Hauterkrankungen, Frauenheilkunde und Psychopharmaka.


Gestern habe das Unternehmen nach Börsenschluss bekannt gegegeben, dass man die Markterwartungen für das dritte Quartal seines Geschäftsjahres deutlich verfehlen werde. An Stelle erwarteter Gewinne in Höhe von 48 Cents pro Aktie gehe das Unternehmen in einem vorläufigen Bericht lediglich von einem zwischen 3 und 5 Cents liegenden Ergebnis aus. Das deutliche Verfehlen der Marktprognosen resultiere nach Unternehmensangaben aus hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Produktumsätzen der jüngst übernommenen Schein Pharmaceuticals. Zudem seien die Akquisitionsaufwendungen höher als geplant ausgefallen.

Eine weitere Rolle spiele der im Bereich der dermatologischen Medikamente aufgetretene, unerwartete Preisdruck. Watson Pharmaceuticals gehe davon aus, dass sich die Situation hoher Lagerbestände an Produkten von Schein Pharmaceuticals sich bei den Kunden erst im ersten Quartal 2001 entspannen werde. Mit Synergieeffekte in Höhe von etwa 50 Millionen USD aus der Akquisition plane man auch erst für die Bilanz des Jahres 2001. Watson Pharmaceutical gehe weiterhin davon aus, dass man auch im vierten Quartal mit einem Gewinn zwischen 39 und 41 Cents pro Aktie unter den bei 55 Cents liegenden Erwartungen zurückbleiben werde. Für 2001 sei jedoch eine Rückkehr auf die Wachstumsspur geplant.

Die langfristigen Aussichten für das Unternehmen seien angesichts von 24 beantragten Zulassungen bei der amerikanischen FDA für generische Medikamente mit einem geschätzten Umsatzpotential von 12 Milliarden USD durchaus positiv. Kurzfristig dürfte es aufgrund des negativen Ausblicks auf den Rest des Geschäftsjahres an Kursphantasie mangeln und zu Verkäufen kommen. Die Analysten von Hornblower Fischer raten daher die Aktien von Watson Pharmaceuticals vorläufig zu verkaufen.




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