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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 274,03 $ |
274,00 $ |
+0,030 $ |
+0,010 % |
17.04/21:59 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| US92343E1029 |
911090 |
- $ |
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Verisign spekulativ kaufen 12.09.2000
Performaxx
Von ihren Höchstständen mit über 250 USD im ersten Quartal dieses Jahres habe die Aktie des kalifornischen Unternehmens Verisign (WKN 911090) etwa 30 % eingebüßt. Seit Juni dieses Jahres scheine ein Aufwärtstrend eingeläutet.
Verisign sei Weltmarktführer im Bereich Sicherheitslösungen für das Internet. Kernkompetenzen würden in den Bereichen Authentifizierung von Geschäftspartnern und sicherer Zahlungsverkehr im Internet liegen. Dem Bereich der Authentifizierung, auch Publik-Key Infrastruktur (PKI) genannt, erde das stärkste Wachstum eingeräumt. Während Verisigns digitale Unterschrift in den USA im Juli für rechtsgültig erklärt wurde, befinde sich die Technologie des digitalen Fingerabdrucks noch im Entwicklungsstadium. Des weiteren verspriche sich das Unternehmen durch die Einführung einer neuen Sicherheitstechnik für Kabelmodems, die vor Missbrauch mittels der Breitband-Technologie schützt, weitere Impulse für steigendes Umsatzwachstum.
Die große Akzeptanz von Verisigns Produkten zeige sich auch daran, dass Kunden wie Microsoft und Novell Verisigns Sicherheitsinfrastruktur implementieren. Jüngst sei bekannt geworden, dass die spanische Telefonica Data, eine Tochter der Telefonica Gruppe mit Versigns Sicherheitstechnologie beliefert werde. Telefonica Data, für die ein Going public geplant sei, habe Repräsentanzen in den wichtigsten europäischen Märkten wie Italien, Deutschland und Österreich. Es würden auch der amerikanische und der lateinamerikanische Markt von dem spanischen Unternehmen ins Visier genommen. Für Verisign stellten diese indirekte Absatzmärkte dar.
Mit der vollzogenen Übernahme von Network Solution könne das Unternehmen dem Kunden erstmals sogenannte Start-up Tool-kits anbieten, welche sowohl Domainregistrierung als auch Online- und Zahlungssicherheit für das E-Commerce-Geschäft beinhalten. Auch wenn das Geschäft mit den Domainregistrierungen von einigen Marktteilnehmern anfangs überschätzt worden sei, könne Verisign aus heutiger Sicht mit einem Potential in Höhe von 175 Mio. USD rechnen. Bei Preisen zwischen 6 bis 35 USD pro Registrierung erscheine das als eine realistische Einschätzung. Neben dem Verkauf von Sicherheitslösungen würden die Gewinnbeteiligungen an Kreditkartentransaktionen als weitere Einnahmequelle an Bedeutung gewinnen.
Im zweiten Quartal dieses Jahres seien 18 Internetfirmen einem von Network Solution ins Leben gerufenen Premierprogramm beigetreten. Hierbei handele es sich um eine Internetplattform, die mit zusätzlichen Servicefunktionen wie Domain Registrierung und Websitebuilder aufwarte. Network Solution, inzwischen auf Network Solution Registry (NSI Registry) umfirmiert, sei der führende Anbieter von Internet-Domain-Services. Auf der Habenseite von NSI Registry stünden mehr als 19 Mio. registrierter Webadressen.
Wie kürzlich von Verisign bekannt gegeben worden sei, habe mit I-DNS eine Vereinbarung getroffen werden können, die es Verisign erlaube, auch multilinguale Technologie in ihren Service einzubinden. Die von I–DNS entwickelte flexible unicode-basierte Technologie zeichnee sich durch vollständige Kompatibilität zu dem derzeit am häufigsten eingesetzten Domain Name System (DNS) aus. Verisign profitiere in zweierlei Hinsicht. Zum einen könne sie sich durch diese Technologie Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz verschaffen, zum anderen erschließe das Unternehmen die nicht-englischen Absatzmärkte. So können sich nun auch die nicht-englisch-sprechenden Kunden ihre Domainnamen mit den bekannten Endungen wie com., .org. und .net registrieren lassen.
Auf Basis des aktuellen Kurses von 170 USD und einem geschätzten Umsatzwachstum von 100% auf 400 Mio. USD für das Jahr 2001 ergebe sich ein KGV für 2001 von 425 und ein KUV 2001 von 83. Beide Werte weisten auf ein deutliches Korrekturpotential hin. Zwar wurde letztes Jahr der Break-even mit 4,5 Mio. USD erreicht, inzwischen seien aber im Quartal zum 30. Juni 2000 wieder Verluste in Höhe von 453 Mio. USD aufgelaufen. Ohne die Abschreibungen auf den Firmenwert und nicht eindeutig zuordenbaren Assets sei ein vorläufiger Gewinn von 10,3 Mio. USD entstanden.
Diese reservebildenden Maßnahmen seien möglicherweise auch in Erwartung eines starken Gewinnanstiegs getätigt worden. Verisign zeige bereits erste profitable Ansätze, was für diese Branche nicht selbstverständlich sei. Doch es handele sich noch um ein zartes Pflänzchen. Auf Basis des letzten Halbjahres würde sich beispielsweise eine Schuldentilgungsdauer von ca. 20 Jahren errechnen, würde man das Fremdkapital und die flüssigen Mittel in das Verhältnis zu dem Cash-flow aus dem operativen Geschäft setzen. Es gelte zukünftig genau zu beobachten, ob das Unternehmen seine Selbstfinanzierungskraft weiter steigern könne.
Versign ist auf dem derzeitigen Kurs teuer, auch wenn die Position als Weltmarktführer einen Bewertungsaufschlag rechtfertige. Die Tatsache, dass sich Verisigns Stellung als Weltmarktführer gefestigt habe und das Unternehmen mit Innovationen überzeugen könne, habe die Experten von Performaxx jedoch veranlasst, die Empfehlung spekulativ kaufen beizubehalten.
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