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I2 Technologies kaufen


08.08.2000
Hornblower Fischer

I2 Technologies (WKN 900424) hatten die Analysten von Hornblower Fischer zuletzt im Februar zum Kauf empfohlen.

Heute habe der Entwickler von E-business Softwarelösungen eine Zusammenarbeit mit Citigroup, Enron Broadband Services, Wells Fargo und S1 bekannt gegeben. Ziel der Zusammenarbeit sei die Entwicklung eines On-Line Zahlungsverkehrs für B2B Anwendungen mit dem etwas umständlichen Namen FinancialSettlementMatrix.com. ITWO werde dabei zusammen mit S1 die Software für dieses ambitionierte Joint Venture liefern.


Zahlungssysteme seien derzeit die große Lücke im B2B Geschäft. Verschiedene Anbieter arbeiteten hier an Lösungen um in diesem attraktiven Geschäftsfeld neue Wachstumsperspektiven zu generieren. FinancialSettlementMatrix.com habe von der Zusammenstellung der Partner ausgehend beste Chancen in diesem sich entwickelnden Geschäftsfeld eine führende Rolle zu übernehmen. Citigroup als internationaler Arm, Wells Fargo als eine der offensivsten und innovationsfreudigen traditionellen Banken im Internet würden die Abwicklungsseite abdecken. Enron Broadband Services liefere die Übertragungshardware und S1 und ITWO übernähmen die Softwareseite des Angebots, gemeinsam eine sehr starke Truppe, die die gesamte benötigte Servicepalette aus einer Hand anbieten könne.

Das Kerngeschäft von ITWO –E-business Software für B2B Geschäfte- entwickele sich prächtig. Hauptprodukte des Unternehmens sind der virtuelle Marktplatz „Tradermatrix“ sowie das Customer Relation (CRM) und Supply Chain Management Program „RHYTHM“. Die neuen Quartalszahlen würden die hervorragende Geschäftsentwicklung bestätigen. Der Umsatz sei im zweiten Quartal auf 242,6 Mio. US-Dollar gestiegen, ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 83,9 Prozent. Gegenüber dem 1. Quartal 2000 seien die Umsätze um 30,2 Prozent gestiegen. Der Vorsteuer-Gewinn vor a.o. Ergebnissen und Goodwillabschreibungen habe bei 26,4 Mio. US-Dollar gelegen, ein Plus von 330 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert.

Aufgrund des guten Geschäftsverlaufs im 2. Quartal würden die Analysten von Hornblower Fischer die Gewinnschätzung für 2000 und 2001 auf 0,41 (zuvor: 0,36) Dollar bzw. 0,70 (0,54) Dollar je Aktie anheben. Sie rechneten mit einem anhaltend gutem Geschäftsverlauf. Mögliche Ergebnissbeiträge der neuen FinancialSettlementMatrix.com. seien noch nicht in den Prognosen enthalten. Hier wollten die Experten erst weitere Spezifikationen des Projektes abwarten. Mit einem Peg-Ratio von 2,7 sei das Unternehmen nicht besonders günstig bewertet. Die guten Aussichten im Kerngeschäft B2B und die zusätzliche Fantasie aus dem Zahlungs-JointVenture ließen jedoch auf positive Überraschungen hoffen, so dass die Aktie insgesamt noch Potential haben dürfte. Die Empfehlung laute deshalb kaufen.




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