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L'Oréal Outperformer


10.09.2004
Stadtsparkasse Köln

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Aktie von L'Oréal (ISIN FR0000120321 / WKN 853888) mit "Outperformer" ein.

L'Oréal verfolge die Strategie, seine Marktstellung in den gesättigten Märkten Europas und Nordamerikas zu festigen und gleichzeitig neue Märkte mit hohem Wachstumspotenzial zu erschließen. Das Unternehmen sei z. B. in China, Russland und Brasilien aktiv und besitze dort bereits die kritische Masse.

In den kommenden 12 Monaten wolle L'Oréal eigene Aktien im Wert von bis zu 1 Mrd. Euro zurückkaufen Die so erworbenen Anteile sollten eingezogen werden. L'Oréal behalte sich allerdings vor, das Programm zu unterbrechen falls sich eine "strategische Gelegenheit" ergebe. Seit Anfang August seien ca. 770.000 eigene Aktien oder 0,11% des Kapitals am Markt zurückgekauft worden.

L'Oréal habe im ersten Halbjahr eine Umsatzsteigerung um 3,6% auf 7,4 Mrd. Euro verzeichnet. Auf Basis konstanter Wechselkurse sowie vergleichbarer Strukturen entspreche dies einem Plus von 6,4%. Erfreulich habe sich die nach Volumen kleinste Sparte Active Cosmetics mit einem unbereinigten Umsatzzuwachs von 16% auf 498 Mio. Euro entwickelt, wohingegen das größte Segment Consumer Products mit einem Plus von 2,2% auf 4,04 Mrd. Euro nur unterdurchschnittlich habe zulegen können. Der Bereich Professional Products habe die Erlöse um 4,9% auf 1,03 Mrd. Euro gesteigert, die Sparte Luxury Products habe einen um 4% auf 1,64 Mrd. Euro erhöhten Umsatz generiert.


Regional betrachtet sei insbesondere die Geschäftsentwicklung in Westeuropa enttäuschend verlaufen. Das nach wie vor vorsichtige Konsumentenverhalten habe die Umsätze nur um 1,8% auf 3,9 Mrd. Euro anwachsen lassen. In Nordamerika hätten die Umsätze in lokaler Währung und um Akquisitionen und Desinvestitionen bereinigt um 6,2% auf 1,82 Mrd. Euro zugelegt, unbereinigt entspreche dies jedoch einem Minus von 2,7%, wobei hier insbesondere Währungseffekte belastend gewirkt hätten. Wesentliche Wachstumsimpulse seien in den ersten sechs Monaten aus Asien (+23,3% auf 626 Mio. Euro), Osteuropa (+28,3% auf 256 Mio. Euro) und Lateinamerika (+8,3% auf 344 Mio. Euro) gekommen.

Das operative Ergebnis sei im ersten Halbjahr um 7,8% auf 1,1 Mrd. Euro erhöht worden und habe damit stärker zugelegt als der Halbjahresumsatz. Grund dafür sei vor allem die strikte Kostenkontrolle des Konzerns gewesen. Zum Gewinnsprung beim Nettoergebnis (+22% auf 961 Mio. Euro) habe die Pharma-Beteiligung Sanofi-Synthélabo mit 233,2 Mio. Euro (+22,4%) maßgeblich beigetragen. Vor Steuern und ohne Sanofi-Beitrag sei der Gewinn um 1% auf 1,09 Mrd. Euro gestiegen.

Die Prognosen für das Gesamtjahr seien bestätigt worden. Demzufolge solle ein über dem Vorjahresniveau (+7,1%) liegendes organisches Umsatzwachstum sowie ein Plus beim Vorsteuerergebnis im zweistelligen Prozentbereich erzielt werden. Dies solle auch ohne den Gewinnbeitrag von Sanofi erreicht werden. Im Zusammenhang mit der Übernahme von Aventis durch Sanofi werde L'Oréal im Nettoergebnis 2004 einen Ertrag von rd. 2 Mrd. Euro ausweisen.

Die Umsatzentwicklung in Westeuropa zeige, dass L'Oréal vor allem in Ländern wie Frankreich oder Deutschland unter der Konsumflaute und unter dem gestiegenem Preiswettbewerb leide. Angesichts der positiven Entwicklung in Asien, Lateinamerika und Osteuropa, des starken Engagements in weiteren Emerging Markets sowie zahlreicher Produkteinführungen würden die Analysten zukünftig wieder ein dynamischeres Umsatzwachstum erwarten, das auch auf die Ergebnisseite durchschlagen sollte. Hier sollten dem Konzern seine starke Marktposition sowie die hohe Innovationsfähigkeit zu Gute kommen, die nach Erachten der Analysten auch die vergleichsweise hohe Bewertung rechtfertige.

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bestätigen ihre "Outperformer"-Einschätzung für die L'Oréal-Aktie.




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