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Tesco bei Schwäche kaufen 23.07.2004
Bank Hofmann
Die Analysten der Bank Hofmann empfehlen die Aktie von Tesco (ISIN GB0008847096 / WKN 852647) bei Schwäche zu kaufen.
Mitte der Neunzigerjahre sei Tesco zwar die drittgrößte britische Supermarktkette im Nahrungsmittelbereich gewesen, doch bei den Kunden habe das Unternehmen bestenfalls einen mäßigen Ruf genossen. Doch als Terry Leahy 1997 die Geschäftsleitung übernommen habe und eine Qualitäts- und Wachstumsstrategie implementiert habe, habe das Unternehmen auf einen beeindruckenden Erfolgskurs eingeschwenkt.
Seit seinem Stellenantritt habe sich die Größe des Unternehmens verdoppelt; mit über 2.300 Verkaufsläden, 326.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 30,8 Mrd. GBP (im letzten Geschäftsjahr) sei Tesco inzwischen der drittgrößte Einzelhandelskonzern weltweit (nach Wal-Mart und Carrefour). In Großbritannien und Irland, wo gegenwärtig noch beträchtliche 85% des Gesamtumsatzes erzielt würden, nehme Tesco sogar eine marktführende Stellung ein.
Dieser Erfolg basiere auf vier Eckpfeilern. Erstens bestehe ein ausgeprägter Kundenfokus, denn in einem wettbewerbsintensiven Umfeld könne man den Kunden nur für sich gewinnen, wenn ihm ein positives Einkaufserlebnis geboten werde. Deshalb betreibe Tesco unter anderem eine systematische Tiefpreispolitik. Zweitens werde neben dem traditionellen Lebensmittel-Segment ein Nicht-Lebensmittel-Segment aufgebaut. Sein Anteil am Konzernumsatz sei im letzten Jahr von 5 auf 6% gestiegen, langfristiges Ziel sei jedoch ein Anteil von 50%.
Seit jüngerer Zeit setze das Management auch auf Konsum-Dienstleistungen in der Telefonie und im Finanzbereich (Darlehen, Hypotheken, Sparprodukte, Versicherungen); zudem würden die Marktmöglichkeiten bei Basis-Rechtsdienstleistungen ausgelotet. Der vierte Eckpfeiler sei die internationale Expansion, und zwar vorab in den Wachstumsregionen Zentraleuropa und Südostasien. Insgesamt sei Tesco in zwölf Ländern aktiv; angestrebt werde jeweils eine bedeutende Marktposition.
In den letzten vier Jahren hätten sich der Umsatz und Gewinn pro Aktie im Durchschnitt um eindrückliche 13,4% resp. 12,3% erhöht. Da man für Großbritannien von einer leichten Verflachung des starken Wirtschaftswachstums und von einer weiteren Erhöhung der Zinsen ausgehe (was sich tendenziell bremsend auf den Konsum auswirke), erwarte man für Tesco für das laufende und nächste Geschäftsjahr etwas tiefere Wachstumsraten als in der Vergangenheit, doch ein Anstieg des Gewinns pro Aktie von jeweils rund 10% sollte gut erreichbar sein.
Einzelhandelsaktien seien defensive Anlagewerte, und zwar insbesondere dann, wenn sich die Produktpalette vorab aus Nahrungsmitteln und anderen Produkten für den täglichen Bedarf zusammensetze. Im aktuell sehr labilen Börsenumfeld sei aber auch Tesco nicht vor Preiskorrekturen gefeit.
Die Analysten der Bank Hofmann empfehlen deshalb ein Engagement in Tesco-Aktien bei primären Kursschwächen und einem längeren Anlagehorizont.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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