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Lloyds TSB Marketperformer 02.07.2004
Stadtsparkasse Köln
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln stufen die Aktie von Lloyds TSB (ISIN GB0008706128 / WKN 871784) mit "Marketperformer" ein.
Lloyds TSB habe eine Indikation für das abgelaufene Auftaktquartal 2004 gegeben. Danach sei das gesamte Kreditvolumen auf vergleichbarer Basis gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode um 9% auf 137,8 Mrd. GBP geklettert. Auf der Passivseite hätten sich die Einlagen um 3% auf 116,7 Mrd. GBP erhöht. Die Nettozinsspanne habe 5 Basispunkte auf 2,97% zugelegt. Im Bereich UK Retail Banking and Mortgages hätten Marktanteile hinzugewonnen werden können, insbesondere bei Hypotheken und Kreditkarten.
Der Bestand an Hypothekendarlehen habe sich im ersten Quartal um 13% auf 73,4 Mrd. GBP erhöht, das Neugeschäft sei dabei von 2,2 Mrd. GBP auf 2,6 Mrd. GBP gestiegen. Bei den Privatdarlehen und der Kreditgewährung über Kreditkarten sei das Volumen bereinigt um Akquisitionen um 12% geklettert. Die Margen seien jedoch sowohl hier als auch bei den Hypotheken rückläufig gewesen. In der Sparte Insurance und Investments habe die Tochter Scottish Widows ein Lebens- und Rentenversicherungsgeschäft auf Vorjahresniveau verzeichnet.
Das Fonds-Geschäft sei dagegen zurückgegangen. Im Segment Wholesale Banking seien bestehende Geschäftsbeziehungen intensiviert und das Geschäftsvolumen auf breiter Front erhöht worden. Die Risikovorsorge für schlechte Kredite habe in etwa bei 0,66% des Kreditbestandes und somit auf dem Niveau von 2003 gelegen. Konkrete Ergebniszahlen seien nicht veröffentlicht worden.
Für das zweite Halbjahr 2004 erwarte Vorstandschef Eric Daniels eine anziehende Geschäftsentwicklung, von der die Bank profitieren sollte. Eine Gewinnprognose sei nicht abgegeben worden. Nachdem Lloyds TSB im vergangenen Jahr noch über ein Aktienrückkaufprogramm nachgedacht habe, rücke die Bank nun offensichtlich von diesem Vorhaben ab. Wie Daniels mitgeteilt habe, wolle man mögliche Überschüsse für Akquisitionen auf dem britischen Heimatmarkt einsetzen.
Lloyds TSB habe im vergangenen Geschäftsjahr 2003 bei Erlösen von 9,91 Mrd. GBP (+11%) und operativen Aufwendungen von 5,17 Mrd. GBP (+5%) ein um 66% gestiegenes Vorsteuerergebnis von 4,35 Mrd. GBP verzeichnet. Bereinigt um einmalige Effekte sei der Vorsteuergewinn auf Konzernebene im Vorjahresvergleich um 4% auf 3,38 Mrd. GBP gesunken. Nach Steuern und Minderheitsanteilen ergebe sich auf unbereinigter Basis ein Überschuss von 3,25 Mrd. GBP.
Die Risikovorsorge habe binnen Jahresfrist um 8% auf 950 Mio. GBP gesenkt werden können. Die Sparte UK Retail Banking and Mortgages habe einen Beitrag von 1,02 Mrd. GBP (+1%) geleistet. Erfreulich habe sich hier insbesondere das Geschäft mit Kreditkarten sowie mit Privat- und Hypothekendarlehen entwickelt. Der Geschäftsbereich Insurance und Investments habe dagegen ein um 11% gesunkenes Vorsteuerergebnis von 1,09 Mrd. GBP hinnehmen müssen.
Die dritte Sparte, Wholesale and International Banking, habe eine Steigerung des Vorsteuerüberschusses um 74% auf 2,20 Mrd. GBP verbucht. Hier habe die britische Großbank von Sondererträgen aus Verkäufen von Randaktivitäten profitiert. Allein der Verkauf der National Bank of New Zealand habe einen Gewinn vor Steuern von 921 Mio. GBP eingebracht. Daneben seien das Brasilien- und Frankreich-Geschäft veräußert worden.
Unter Berücksichtigung einer Schlussdividende von 23,5 Pence ergebe sich eine exakt auf Vorjahresniveau liegende Gesamtdividende von 34,2 Pence. Mit einer Eigenkapitalrendite nach Steuern von 38,5% im Gesamtjahr 2003 gehöre Lloyds TSB zu den profitabelsten Banken in Europa. Die Cost-Income-Ratio habe sich um 3,1-Prozentpunkte auf 52,2% verbessert.
Die ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres hätten einer Indikation der Unternehmensleitung zufolge eine solide Geschäftsentwicklung gebracht mit Volumenzuwächsen auf der Aktiv- und Passivseite. Ergebniszahlen seien allerdings nicht genannt worden, so dass erst die Halbjahreszahlen weitere Aufschlüsse geben würden. Die Aktie leide unter einer fehlenden Wachstumsfantasie. Bei einer bereits fairen Bewertung der Aktie würden Impulse für eine Outperformance fehlen.
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bestätigen ihre Einschätzung für die Lloyds TSB-Aktie mit "Marketperformer".
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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