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Lafarge Marketperformer 28.06.2004
Stadtsparkasse Köln
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bewerten die Lafarge-Aktie (ISIN FR0000120537 / WKN 850646) mit "Marketperformer".
Im Auftaktquartal 2004 habe die Lafarge-Gruppe einen Umsatzzuwachs gegenüber dem relativ schwachen Vorjahreszeitraum von 7,1% auf 2,88 Mrd. Euro erzielen können (+11,7% auf Basis konstanter Wechselkurse und vergleichbarer Strukturen). Dabei hätten alle Divisionen einen Wachstumsbeitrag geleistet. Im volumenstärksten Bereich Zement sei ein Plus von 7,0% auf 1,39 Mrd. Euro verzeichnet worden, die Sparte Zuschlagsstoffe und Beton habe um 7,4% auf 854 Mio. Euro zugelegt. Der Geschäftsbereich Dachbaustoffe habe den Umsatz um 3,5% auf 289 Mio. Euro gesteigert, in der Sparte Gips seien die Erlöse um 12,5% auf 332 Mio. Euro geklettert. Regional betrachtet sei insbesondere in Nordamerika eine starke Nachfrage verzeichnet worden. Auch in Westeuropa seien deutliche Erholungstendenzen zu erkennen gewesen. Ergebniszahlen seien nicht veröffentlicht worden.
Lafarge habe in 2003 einen Rückgang beim Betriebsergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit von 9,3% auf 1,934 Mrd. Euro verzeichnet, damit aber oberhalb der durchschnittlichen Analystenerwartungen gelegen. Negative Währungseffekte hätten das Ergebnis mit 185 Mio. Euro belastet. Als weitere Belastungsfaktoren hätten sich gestiegene Pensionskosten (99 Mio. Euro) und Veränderungen im Konsolidierungskreis (-46 Mio. Euro) erwiesen. Ohne die genannten Belastungsfaktoren wäre das Betriebsergebnis um 6,9% höher als im Vorjahr ausgefallen. Der Umsatz habe sich in 2003 um 6,5% auf 13,66 Mrd. Euro verringert, auf konstanter Vergleichsbasis habe er sich um 4,6% erhöht. Der Jahresüberschuss sei um 59,6% auf 728 Mio. Euro gesteigert worden, aber nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar, da dieses durch außergewöhnliche Rückstellungen von 300 Mio. Euro belastet worden seien.
Die Nettoverschuldung habe in 2003 erheblich um 3,2 Mrd. Euro auf 7,1 Mrd. Euro vermindert werden können. Innerhalb der einzelnen Geschäftsbereiche hätten die beiden kleinsten Einheiten Dachbaustoffe (+ 7,6% auf 142 Mio. Euro) und Gips (+ 64,7% auf 84 Mio. Euro) ihren Beitrag zum Betriebsergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit erhöhen können, während das mit Abstand größte Segment Zement (- 8,7% auf 1,466 Mrd. Euro) sowie der Bereich Zuschlagstoffe und Beton (- 15,8% auf 283 Mio. Euro) Einbußen verzeichnet hätten. Bereinigt um Wechselkurse und Veränderungen im Konsolidierungskreis habe die Sparte Zement jedoch ein Plus von 4% beim Betriebsergebnis aufgewiesen.
Vor dem Hintergrund der guten Umsatzzahlen im ersten Quartal zeige sich der Vorstand für das Gesamtjahr 2004 weiterhin verhalten zuversichtlich. Bei konstanten Wechselkursen werde ein "solides" Wachstum des operativen Ergebnisses erwartet. Auf eine quantitative Prognose habe Lafarge verzichtet. Lafarge habe im Juli 2003 eine Kapitalerhöhung im Volumen von 1,3 Mrd. Euro durchgeführt. Die Mittel sollten zur Stärkung der Bilanz und für Akquisitionen von "kleiner oder mittlerer" Größenordnung verwendet werden. Das Investitionsvolumen je Projekt solle maximal 300 Mio. Euro betragen, zudem werde eine Rentabilität von 10 bis 11% angestrebt. Ein Großteil der geplanten Akquisitionen solle in diesem Jahr und im nächsten Jahr erfolgen.
Die Umsatzzahlen für die ersten drei Monate 2004 hätten leicht oberhalb der Markterwartungen gelegen. Vor diesem Hintergrund bekräftige Lafarge die Prognose eines nicht näher bezifferten "soliden" Wachstums des operativen Ergebnisses. Insbesondere in Nordamerika sei im Auftaktquartal ein anziehendes Geschäft beobachtet worden, das jedoch durch den weiterhin schwachen Dollar belastet werde.
Da die Lafarge-Aktie in den letzten Monaten bereits deutlich zulegen konnte, erscheint sie auf dem aktuellen Niveau fair bewertet, so dass die Analysten der Stadtsparkasse Köln ihre "Marketperformer"-Einschätzung bestätigen.
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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