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Vinci übergewichten


22.06.2004
Helaba Trust

Erhard Schmitt, Analyst von Helaba Trust, bewertet die Vinci-Aktie (ISIN FR0000125486 / WKN 867475) mit "übergewichten".

Der Konzern habe nach einer Serie von Wachstumsüberraschungen in den vergangenen Jahren auch im ersten Quartal 2004 mindestens den Erwartungen entsprechend "geliefert". Vor allem habe bei dem Erlösplus von 7,2% (bereinigt um Konsolidierungs- und Wechselkurseffekte: 8,3%) gegenüber dem Vorjahr der Heimatmarkt (+14%) brilliert.

Dagegen seien außerhalb Frankreichs die Umsätze um 3% (vergleichbar: +2%) gefallen, wobei sich Deutschland (Anteil 2003: 8%) mit einem Zuwachs von 9% überraschend positiv abgehoben habe. Das zum wiederholten Male erreichte überdurchschnittliche Wachstum der traditionellen Bausparten (Raten zwischen 5% und 9%) falle segmentweise betrachtet auf. Der Auftragsbestand habe sich in diesen Geschäftsbereichen gleichzeitig in Summe sogar noch auf 12,7 (31.12.2003: 12,3) Mrd. Euro erhöht.


2004 dürften hinsichtlich der Ertragsentwicklung die Konzessionen wieder den Staffelstab (EBITA: +8% bis +10%) übernehmen. Hierfür seien mit Investitionen in Parkhäuser und der Aussicht auf Anläufe bzw. Erweiterungen bei Public Private Partnership (PPP)-Projekten die Grundlagen gelegt worden. Kooperationen mit dem größten französischen Autobahnbetreiber ASF, an dem Vinci eine Beteiligung von 20% besitze, könnten darüber hinaus zu Kosteneinsparungen führen.

Man rechne unter der Annahme, dass die 2003er Sonderbelastungen
(Rückstellung für Toll Collect-Beteiligung, ao. Firmenwertabschreibung)
ersatzlos entfallen sollten, beim Ergebnis vor (nach) Steuern mit einem
Wachstum von 15% (10%). Auch stehe die höhere Prognose im Einklang mit
Hinweisen aus der Vorstandschaft, wonach für das Gesamtjahr eine positive
Überraschung winke. Dies sollte angesichts der bislang blütenweißen Weste bezüglich der Erfüllung von Prognosen keine Finte darstellen.

Die Analysten von Helaba Trust empfehlen unverändert die Übergewichtung für den Vinci-Titel, weil diese solide Aktie in dem aktuell nervösen Umfeld als Stabilitätsanker gefragt bleiben müsste.

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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