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Swiss International marktgewichten


18.05.2004
Zürcher Kantonalbank

Die Analysten der Zürcher Kantonalbank stufen die Aktie von Swiss International (ISIN CH0013269698 / WKN 868556) von "untergewichten" auf "marktgewichten" herauf.

Swiss International habe im 1. Quartal einen Verlust von CHF 78 Mio. ausgewiesen, verglichen mit CHF -200 Mio. im Vorjahr. Auf den zweiten Blick sei die Qualität des Ergebnisses leicht besser als erwartet, da es weniger stark von positiven Sonderfaktoren begünstigt worden sei als ursprünglich angenommen. Gemäss Finanzchef Svensson seien im 1. Quartal von den CHF 20 Mio. Gewinn aus der Auflösung von Treibstoffabsicherungen erst CHF 2 Mio. verbucht worden. Die stark gesenkten übrigen betrieblichen Aufwendungen (IT, Versicherungen, Miete, Marketing etc.) seien gemäss CFO überwiegend nachhaltiger Natur. Das Finanzergebnis, das mit CHF -8 Mio. besser als erwartet ausgefallen sei (ZKB: CHF -26 Mio.), sei nur zu einem kleineren Teil durch außerordentliche Gewinne begünstigt worden. Swiss International habe stark von den tiefen kurzfristigen Zinsen profitieren können, setze sich dabei allerdings einem beträchtlichen Zinsrisiko aus, falls die Zinsen unerwartet stark ansteigen würden.

Das Branchenumfeld habe sich in den vergangenen Wochen deutlich aufgehellt. Der europäische Branchenverband AEA habe in den letzten Wochen Verkehrszahlen ausgewiesen, welche auf eine Verbesserung hindeuten würden, die über die Erholung des gedrückten Vorjahres hinausgehe (Jan. - Anfang Mai +9,6%).


Während das (Preis-)Umfeld im innereuropäischen Verkehr wegen der Konkurrenz durch die Billigairlines schwierig bleibe, sähen die Aussichten für das Interkontinentalgeschäft dank der anziehenden Konjunktur wieder besser aus. Auch Swiss International habe im April mit 77,2% eine deutlich bessere Auslastung ausweisen können, die sich auch im Branchenvergleich sehen lasse und nach Ansicht der Analysten nicht ausschließlich auf tiefere Ticketpreise zurückzuführen sei. Dagegen würden die sehr hohen Treibstoffpreise für Swiss International ein Risiko darstellen (14% der Kosten). Die Anzeichen würden sich jedoch mehren, dass diese bald ihren Zenit überschritten haben könnten.

Swiss International bleibe zwar eine Aktie mit weit überdurchschnittlichen Risiken: Der Weg zum Turnaround sei schmal und die Haltefrist der 36 Hauptaktionäre (90,5% des Kapitals) laufe am 31. August aus, was wie Anfang 2003 für Kursdruck sorgen könnte. Die Bewertung sei jedoch nach dem starken Kursverfall von 80% seit der Ersteinstufung der Analysten vom 14.01.2002 im Branchenvergleich auf ein vernünftiges Niveau gekommen.

Gegenwärtig müsse 0,6 mal der Buchwert 2003 bezahlt werden, was im europäischen Vergleich einem Abschlag von rund 50% entspreche. Angesichts der durchgesetzten Kostensenkungen und des besseren Branchenumfelds erachte man das Erreichen von schwarzen Zahlen im saisonal stärksten 3. Quartal für wahrscheinlich, was die Aktie psychologisch gut unterstützen würde. Daneben gebe es noch ein Spekulationszückerchen Lufthansa gratis dazu. Eine Wiederaufnahme von Gesprächen mit Lufthansa sei durchaus denkbar wegen der Probleme mit British Airways, des neuen Swiss-CEO Franz (früher bei Lufthansa) und des starken Interesses von Lufthansa.

Die Analysten der Zürcher Kantonalbank stufen die Aktie von Swiss International deshalb auf "marktgewichten" hoch.




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