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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
CH0012255151 865126 -   € -   €
 
 
 

Swatch übergewichten


07.05.2004
Zürcher Kantonalbank

Die Analysten der Zürcher Kantonalbank bewerten die Aktie von Swatch (ISIN CH0012255151 / WKN 865126) mit "übergewichten".

Die Swatch Group habe sich an der Analystenkonferenz sehr positiv für 2004 geäußert. CEO Hayek jun. habe trotzdem versucht, nicht zu euphorisch zu sein, um die Markterwartungen nicht zu stark anzuheizen. Die Uhrenexportstatistik (Fertiguhren +7,9%) sei im 1. Quartal übertroffen worden und im April habe sich der positive Trend fortgesetzt. Diese Aussage dürfe jedoch nicht für den Gesamtkonzern genommen werden, da der Uhrwerkebereich noch rückläufig gewesen sei. Die Analysten würden für den Gesamtkonzern für das 1. Quartal von einem Wachstum von 6% in CHF ausgehen, was angesichts der starken Vorjahresbasis (1. Quartal 2003 organisches Wachstum 6-7%) sehr erfreulich sei. Im 2. Quartal sei die Vorjahresbasis wesentlich tiefer gewesen (-10%), weshalb das 1. Halbjahr sehr stark ausfallen werde.


Gegenwärtig würden viele Ampeln für Swatch Group auf Grün stehen. Der Währungseffekt sei nach 4 Monaten zum ersten Mal seit langem leicht positiv gewesen. Im Uhrengeschäft hätten mit Ausnahme von Deutschland und Italien alle Kernmärkte wieder ein Wachstum verzeichnet. Der Bereich Elektronische Systeme (Mikrochips, Quarze für Handys) werde nach drei schwierigen Jahren 2004 voraussichtlich einen deutlichen Gewinnanstieg verzeichnen können, und selbst der 2003 eingebrochene Uhrwerkebereich werde mit einer zeitlichen Verzögerung von den höheren Uhrenabsatzzahlen profitieren. Die potenziellen Hauptrisiken seien eine unerwartete Abschwächung der beiden Luxuskonsumlokomotiven Asien (u.a. China) und USA sowie ein unerwartet starkes Absinken von US-Dollar und Euro.

Swatch sei mit einem Kursanstieg von 17% (SMI +6%) seit Anfang Jahr der zweitbeste Titel im SMI. Mit einem KGV 2004(S) von 17,7x betrage der Bewertungsaufschlag gegenüber dem Gesamtmarkt 3%, was über dem historischen Durchschnitt liege (vergangene 15 Jahre Abschlag von 10%). Im Vergleich zum europäischen Luxusgütersektor betrage der Bewertungsabschlag 25% auf der Basis des KGV 2004/2005(S). Da Swatch wegen des zunehmenden Gewinnanteils im Uhrenhochpreissegment immer mehr zu einem Luxusgüterkonzern werde, sei eine weitere leichte Reduktion des Abschlags gerechtfertigt. Innerhalb des Sektors würden die Wertpapierexperten Richemont wegen der attraktiveren Bewertung und des größeren Gewinnüberraschungspotenzials 2004/2005 einen leichten Vorzug geben. Vor dem Hintergrund des guten Gewinnmomentums traue man jedoch auch Swatch auf Jahressicht vs. dem SPI eine überdurchschnittliche Kursentwicklung zu.

Nach Meinung der Analysten der Zürcher Kantonalbank sind Kursschwächen bei Swatch als Kaufgelegenheiten zu werten.




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