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Sepracor kaufen 19.06.2000
Hornblower Fischer
Hornblower Fischer rät zu einem Investment in Sepracor (WKN 882759).
Sepracor sei ein Nischenanbieter in der Pharmaindustrie. Die Geschäftsidee des Unternehmens bestehe in der Verbesserung der umsatzstärksten Medikamente anderer Pharmaunternehmen, um diese dann nach Ablauf des Patentschutzes am Markt zu etablieren.
Von Herstellern von Generika im klassischen Sinne hebe sich Sepracor durch seine ICE-Technologie ab. Diese ermögliche eine Optimierung der Wirksamkeit vorhandener Wirkstoffkombinationen und/oder eine Verringerung unerwünschter Nebenwirkungen.
Die ICE-Technologie mache sich die Tatsache zu Nutze, dass viele chemische Verbindungen aus zwei Isomeren beständen. Oft löse eines die gewünschte Reaktion im Körper aus, während das andere entweder inaktiv sei oder zu Nebenwirkungen führe. Ziel der Anwendung der ICE-Technologie sei die Isolierung des aktiven Isomers und dessen alleinige Nutzung im optimierten Medikament.
Ein weiterer Ansatzpunkt für ICE sei die Umwandlung der in einem Medikament enthaltenen Wirkstoffe im menschlichen Körper. Nicht alle Veränderungen hätten therapeutischen Effekt, andere würden gar negative Körperreaktionen auslösen. ICE versuche diese herauszufiltern.
Die Tatsache, dass Sepracor sich bei seinen Forschungen einzig auf bereits zugelassene Medikamente konzentriere, vermindere die Ausfallrisiken der normalen Pharmaforschung erheblich. Im Fokus habe Sepracor vor allem Medikamente aus den Bereichen Allergie/Asthma, psychische und neurologische sowie Erkrankungen der Blase und des Magen-Darm Traktes.
In vielen Fällen bestehe eine Kooperationsvereinbarung mit dem Hersteller des ursprünglich patentierten Medikaments, auf deren Basis Sepracor die Vermarktungsrechte an den verbesserten Pharmazeutika abgebe. Im Gegenzug erhalte Sepracor Entwicklungsgebühren und Umsatzbeteiligungen.
Im Mai 1999 sei mit Xopenex bereits ein Medikament auf den Markt gebracht worden. Die Produktpipeline umfasse noch einige Präparate, die als Ersatz für so umsatzstarke Medikamente wie Claritin von Schering-Plough oder Prozac von Eli Lilly – beide würden mit über einer Milliarde USD Jahresumsatz zur Kategorie der Blockbuster gehören – in Frage kommen.
Erst heute habe das Unternehmen bekannt gegeben, dass man mit einem Mittel zur Behandlung der Inkontinenz die klinische Phase II Studie beendet habe. Dieses Medikament sei ein potentieller Ersatz für Ditropan der Alza Corporation.
Vor dem Hintergrund, dass in den nächsten Jahren für eine Großzahl an Medikamenten der Patentschutz ablaufe, halte man Sepracor dank seiner ICE-Technologie für sehr aussichtsreich. Aufgrund der hohen Bewertung und der noch nicht erreichten Profitabilität besitze das Investment spekulativen Charakter.
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