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Geberit übergewichten 22.04.2004
Zürcher Kantonalbank
Die Analysten der Zürcher Kantonalbank stufen die Aktie von Geberit (ISIN CH0008038223 / WKN 922734) mit dem Rating "übergewichten" ein.
Geberit habe im 1. Quartal einen Umsatz von CHF 518.9 Mio. verzeichnet (+45,6%, organisch und in LW +12,1%). Damit habe der Umsatz rund 6% höher gelegen als vom Markt erwartet. Gemäß Geberit hätten fünf der acht größten Märkte (Umsatzanteil rund 66%) ein zweistelliges Umsatzwachstum verzeichnet. Erfreulicherweise zähle dazu auch der wichtige deutsche Markt, der rund 34% zum Umsatz beitrage. Allerdings habe Geberit in Deutschland vom Einmaleffekt profitiert, dass der Handel die Lager angesichts erwarteter Preiserhöhungen aufgebaut habe. Überraschenderweise sei auch die neu akquirierte Mapress zweistellig und dürfte damit knapp 20% zum Konzernumsatz beigesteuert haben.
Das EBITDA habe um 47% auf CHF 135,8 Mio. gesteigert werden können. Dies entspreche einem weiteren Margenausbau von 25,9% auf 26,2%. Tiefer als erwartete Abschreibungen und ein durch die vollständige Übernahme des Produktionsstandortes in Givisiez (CH) entstandener einmaliger negativer Goodwill von CHF 3 Mio. hätten zu einer deutlicheren Erhöhung des EBIT um 56,4% auf CHF 103,1 Mio. geführt. Der Reingewinn habe sich wegen steigender Finanzkosten leicht schwächer um 50,2% auf CHF 66,7 Mio. erhöht, habe damit allerdings rund 30% über den Markterwartungen gelegen. Die Akquisition von Mapress habe erwartungsgemäß zu einer Erhöhung der Nettofinanzverbindlichkeiten von CHF 116 Mio. Ende 2003 auf aktuell CHF 677 Mio. (Gearing 0,85x) geführt. Dank des hohen Free Cashflows rechne man bis Ende 2004 wieder mit einer Abnahme des Gearings auf 0,61x.
Da das 1. Quartal auch von positiven Basiseffekten profitiert habe (hoher Euro-Kurs, zwei zusätzliche Fakturatage), dürfe der gute Start nicht auf das ganze Jahr extrapoliert werden. Nachdem aber der April an die guten ersten drei Monate anzuknüpfen scheine, gehe Geberit trotz erwarteter Abschwächung der Dynamik von einer weiterhin "sehr guten Geschäftsentwicklung" aus. Bezüglich Rohmaterialpreisdruck rechne man damit, dass dieser größtenteils auf die Verkaufspreise überwälzt werden könne. Besonderes Augenmerk gelte es weiterhin auf die Integrationsfortschritte bei Mapress zu richten. Die Integration verlaufe bislang plangemäß. In der zweiten Jahreshälfte sollten Vertriebssynergien sichtbar werden.
Dank breiter geografischer Abstützung, der wegen der starken Marktstellungen hohen Margenstabilität und der überdurchschnittlichen Wachstumsdynamik bleibe Geberit die Ausnahmeerscheinung unter den Schweizer Industriewerten. Auf Basis der neuen Gewinnschätzungen zeige der Bewertungsmodell SML unter den derzeitigen Marktbedingungen einen fairen Wert in der Größenordnung von CHF 830 für die Aktie an. Nach dem überraschend starken Kursfeuerwerk von heute würde eine vorübergehende Verschnaufpause allerdings nicht überraschen.
Die Aktie von Geberit erhält von den Analysten der Zürcher Kantonalbank das Rating "übergewichten".
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